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Mord an Studentin in Freiburg - Hussein K. sagt aus - teilweise ohne Öffentlichkeit

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Monatelang schwieg Hussein K., nun will er doch vor Gericht aussagen: Im Prozess um den Sexualmord an einer Studentin in Freiburg macht der Angeklagte Angaben zur Person und zur Sache - die Öffentlichkeit wird davon jedoch teilweise ausgeschlossen.

Der Flüchtling Hussein K. soll in Freiburg eine Studentin erst vergewaltigt und dann in einen Fluss geworfen haben. Dort ertrank sie. Seit seiner Festnahme hat Hussein K. geschwiegen. Heute aber, zu Beginn des Prozesses, dann doch plötzlich eine Aussage.

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Im Prozess um den Sexualmord an einer 19-jährigen Studentin in Freiburg macht der angeklagte Hussein K. nun doch Angaben zur Tat und zu seiner Person - die Öffentlichkeit soll von Teilen der Aussage jedoch ausgeschlossen werden. Die Zuschauer müssten den Saal verlassen, sobald der Beschuldigte unter anderem Angaben zu seiner Sexualbiografie mache, sagte die Vorsitzende Richterin vor dem Landgericht Freiburg. Weitere Angaben zur Person des Angeklagten würden öffentlich besprochen. Fragen zu einer weiteren Gewalttat an einer jungen Frau in Griechenland vor seiner Flucht nach Deutschland wurden allerdings nicht zugelassen.

Junge Frau brutal vergewaltigt

Während der etwa zehnmonatigen Untersuchungshaft hatte K. bislang keinerlei Angaben gemacht. Am Dienstagmorgen wirkte der junge Mann vor Gericht müde und teilnahmslos. Er habe noch vor Prozessbeginn eine Beruhigungstablette genommen, sagte sein Verteidiger. Dennoch wolle er sich den Fragen des Gerichts stellen.

Der Staatsanwalt schilderte zum Auftakt der Verhandlung ein grausames Vorgehen von Hussein K.: Demnach lauerte der Anklagte der 19-Jährigen kurz vor drei Uhr nachts auf - die Studentin war auf dem Heimweg von einer Party. Hussein K. soll sie vom Rad gerissen, sie dreimal unter anderem in Kopf und Brust gebissen und ihr die Kleider ausgezogen haben. Dann würgte und vergewaltigte er sie brutal. Anschließend soll der Beschuldigte die bewusstlose Frau im Fluss Dreisam abgelegt haben - laut Staatsanwalt wollte er, dass sie ertrank. Zudem sollte das Wasser Spuren an ihrem Körper verwischen.

Beim Alter hatte Hussein K. gelogen

Zahlreiche Fragen müssen noch geklärt werden: So war neben der Identität des Angeklagten, der keine Papiere hat, auch sein Alter völlig unklar. Hussein K hatte angegeben, 19 Jahre alt zu sein. Die Staatsanwaltschaft hielt ihn für mindestens 22. Nun hat er zugegeben, über sein Alter gelogen zu haben.

Bei der Ankunft in Deutschland im Jahr 2015 sei er bereits 18 und nicht, wie damals von ihm behauptet, 16 Jahre alt gewesen. Er habe zur Schule gehen wollen, begründete er die Lüge vor dem Freiburger Landgericht. "Wenn man minderjährig ist, ist die Situation in Deutschland besser." Sein Alter ist eine zentrale Frage im Prozess. Wegen der Zweifel an seinem Alter wird der Prozess vor der Jugendkammer des Gerichts verhandelt - bei einem Schuldspruch kann diese je nach Bewertung aber auch nach Erwachsenenstrafrecht urteilen. Zudem soll der Angeklagte nach Gerichtsangaben im Iran geboren sein - bisher hieß es, er stamme aus Afghanistan.

Der Mord an Maria L. im Oktober 2016 hatte bundesweit für großes Aufsehen und eine teils hitzige Diskussion über ausländische Straftäter gesorgt. Auch am Prozesstag war das Publikumsinteresse groß: Bereits zwei Stunden vor Beginn der Verhandlung standen die Zuschauer Schlange. Der Prozess begann am Dienstag unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen.

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