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Mord an Studentin in Freiburg - Hussein K. legt Geständnis ab und entschuldigt sich

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Im Prozess um den Tod einer Studentin aus Freiburg hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt und sich bei der Familie des Opfers entschuldigt. Vor dem Freiburger Landgericht gestand Hussein K., die 19-Jährige im Oktober vergangenen Jahres vergewaltigt und im Fluss Dreisam zurückgelassen zu haben.

Vor dem Landgericht Freiburg hat der Prozess gegen den Flüchtling Hussein K. begonnen. Er soll im Oktober 2016 eine 19-jährige Studentin vergewaltigt und ermordet haben. Der Fall hatte bundesweites Entsetzen ausgelöst.

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"Über das, was ich getan habe, bin ich aus tiefstem Herzen traurig", sagte Hussein K. und bat die Familie des Opfers, ihm zu verzeihen.

Der Angeklagte gestand, die junge Frau missbraucht, gewürgt und ins Wasser des Flusses Dreisam gelegt zu haben. Sie sei ihm zufällig begegnet, als er betrunken und bekifft am Flussufer entlang gegangen sei, sagte Hussein K. vor dem Landgericht Freiburg. Er habe die 19-Jährige vom Fahrrad gestoßen und ihr den Mund zugehalten. Als sie begann zu schreien, habe er sie mit seinem Schal gewürgt. Dann habe er bemerkt, dass sie ein hübsches Mädchen sei. "Es ist in meinen Kopf gegangen: Komm', mach' mal mit ihr Sex." Nach mehreren vergeblichen Versuchen, sie zu vergewaltigen, habe er sie mit der Hand missbraucht.

Viele Details des Geständnisses blieben widersprüchlich

Zuvor hatte der junge Flüchtling ausführlich geschildert, wie er in den Stunden vor dem Mord an Maria L. gemeinsam mit Freunden zwei Flaschen Wodka und später alleine Bier und Wein getrunken habe. Er habe mehrere Joints geraucht. Nach einem Bar- und einem Discobesuch am späten Abend sei er schließlich mit der Straßenbahn in die Nähe des späteren Tatorts gefahren. Er stahl ein Fahrrad, stürzte, weil er zu betrunken war und schob das Rad. Dann sei ihm das Mädchen zufällig auf dem Rad begegnet.

Nachdem er sie bewusstlos gewürgt habe, zog er die 19-Jährige nach eigenen Worten aus und missbrauchte sie. Er selbst sagte am Montag, er habe sie da schon für tot gehalten. Weil er sich zuvor bei einem Fahrradsturz verletzt hatte, habe er sie schließlich in den Fluss gezerrt, um sein Blut von ihrem Körper zu waschen. Danach sei er geflohen. Viele Details seines Geständnisses blieben widersprüchlich. Der Angeklagte berief sich mehrfach auf Erinnerungslücken.

Nach dem Tod des Opfers habe Hussein K. täglich Qualen durchlitten

"Ich verstehe, dass es für die Familie sehr schwer ist", sagte er in der nach Worten seines Anwaltes selbst verfassten Erklärung, die von einem Dolmetscher übersetzt wurde.

Nach dem Tod des Opfers habe er täglich Qualen durchlitten. Er lebe momentan wie in der Hölle, sagte der Angeklagte. Die Familie von Maria L. war, wie schon zum Prozessauftakt, am Montag nicht im Gericht.

Für den Prozess vor der Jugendkammer des Gerichts sind den Angaben nach 16 Verhandlungstage angesetzt. Alter und Identität des Angeklagten sind nach wie vor unklar. Gehört werden sollen den Planungen zufolge 45 Zeugen sowie zehn Sachverständige. Ein Urteil könnte im Dezember fallen.

Hussein K. war nach Angaben deutscher Behörden im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland gekommen. Wegen einer Gewalttat an einer jungen Frau 2013 war er in Griechenland zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, im Oktober 2015 aber vorzeitig gegen Auflagen entlassen worden und kurze Zeit später untergetaucht.

K. soll in Afghanistan Zwölfjährige vergewaltigt haben

Noch in Afghanistan soll Hussein K. als 14-Jähriger eine Zwölfjährige vergewaltigt haben. Das habe der junge Flüchtling während der Untersuchungshaft einem Mitinsassen erzählt, berichtete der Leiter der Ermittlungen vor dem Landgericht Freiburg. Den Berichten des Mithäftlings zufolge hätten sich die Eltern von K. seinerzeit mit denen des Mädchens unter der Hand geeinigt. Rechtlich sei die Tat nicht geahndet worden.

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