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Helfer immer noch nicht in allen Flutgebieten

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Warnung vor Cholera in Mosambik - Helfer immer noch nicht in allen Flutgebieten

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Das Ausmaß der Not in Mosambiks Fluggebieten übertrifft die schlimmsten Befürchtungen. Noch immer haben Helfer nicht alle Krisenregionen erreicht. Die Cholera-Gefahr steigt.

Zerstörungen durch den Wirbelsturm "Idai" in Mosambik am 22.03.2019
Durch das stehende Wasser in vielen Gebieten wächst auch die Gefahr von Malaria.
Quelle: reuters

Nach dem verheerenden Zyklon "Idai" ist die Zahl der Todesopfer in Südostafrika nach Angaben der Regierungen der drei betroffenen Länder auf mehr als 700 gestiegen. In Mosambik kamen demnach mindestens 417 Menschen ums Leben, in Simbabwe war zuletzt von 259 Toten die Rede und in Malawi von 59. Mehr als 1.500 Menschen erlitten Verletzungen, Hunderte weitere werden noch vermisst.

UN weiten Nothilfe aus

Unicef geht davon aus, dass mindestens 1,8 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen sind. Die Zahl werde weiter steigen, warnte das UN-Kinderhilfswerk. Mehr als eine Woche nach dem Durchzug des Sturms gebe es immer noch Regionen, die noch kein einziger Helfer erreicht habe.

Zerstörungen durch den Wirbelsturm "Idai" in Mosambik am 22.03.2019
Wirbelsturm "Idai" zerstörte Straßen, Felder und Häuser. Hunderttausende Menschen stehen vor dem Nichts.
Quelle: ap

Das UN-Welternährungsprogramm WFP weitet seine Nothilfe rapide aus. Es reiht die Katastrophe inzwischen - neben den Einsätzen im Jemen, in Syrien und in Südsudan - zu den zur Zeit größten Krisen ein und macht es damit möglich, mehr Helfer und Reserven zu mobilisieren.

THW hilft bei Wasseraufbereitung

Das Technische Hilfswerk (THW) hat in der Nacht zu Samstag zwei Helfer mit zwei Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung in die verwüstete Hafenstadt Beira in Mosambik geflogen. Ein Team mit neun Spezialisten wollte am Nachmittag aus Frankfurt starten. Einmal einsatzbereit können die Anlagen nach Angaben des THW 10.000 Liter Wasser pro Stunde aufbereiten.

Zerstörungen durch den Wirbelsturm "Idai" in Mosambik am 22.03.2019
Mindestens 600.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren.
Quelle: ap

Sauberes Trinkwasser ist eine entscheidende Überlebenshilfe. "Während die Suche und Rettung von Überlebenden weitergeht, müssen wir alles tun, um zu verhindern, dass durch Wasser übertragbare Krankheiten aus dem Desaster keine noch größere Katastrophe machen", sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore bei ihrem Besuch in Beira.

Unicef warnt vor Cholera

Die Überschwemmungen, die überfüllten Notunterkünfte, mangelnde Hygiene, stehendes Wasser und unsauberes Trinkwasser erhöhen nach Angaben von Unicef das Risiko von Cholera und Malaria.

Überlebende des Wirbelsturm "Idai" in Mosambik am 22.03.2019
Mangelnde Hygiene, schmutziges Trinkwasser: Die Gefahr von Cholera und anderen Epidemien steigt von Tag zu Tag.
Quelle: ap

Vor einer Woche hatte der Wirbelsturm "Idai" Mosambik, Malawi und Simbabwe verwüstet. Mindestens 600.000 Menschen haben laut Welternährungsprogramm (WFP) ihre Bleibe verloren. Allein in Beira seien 11.000 Häuser völlig zerstört worden, ebenso 2.600 Klassenzimmer und 39 Gesundheitszentren, erklärte Unicef.

So können Sie helfen:

Frauen waten durch den Schlamm. Sie tragen ihre Habseligkeiten, Chimanimani, 18.03.19

Service | Besucherservice -
Spendenaufruf Wirbelstürme in Afrika
 

Wenige Wochen nach Wirbelsturm "Idai" hat Wirbelsturm "Kenneth" Südost-Afrika getroffen. Die beiden Stürme haben verheerende Folgen: Es gibt Hunderte Tote und zerstörte Gebiete.

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