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Mutmaßlich aus Dubai geflohen - Vermisste Prinzessin wieder da

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Wochenlang war das Schicksal von Prinzessin Haja Bint al-Hussein unklar. Nun tauchte sie in London vor einem Familiengericht auf, wo sie für das Sorgerecht ihrer Kinder kämpft.

Prinzessin Haja Bint al-Hussein in London.
Prinzessin Haja Bint al-Hussein in London.
Quelle: Kirsty O'connor/PA Wire/dpa

Die mutmaßlich aus Dubai geflohene Prinzessin Haja Bint al-Hussein ist nach wochenlangem Verschwinden in England aufgetaucht. Vor einem Gericht in London beantragte die 45-Jährige das Sorgerecht für ihre beiden Kinder. Sie forderte auch eine Schutzverfügung gegen Zwangsehen für ihre Kinder sowie gerichtlichen Schutz vor Belästigung. Berichten zufolge soll sie mit ihren zwei Kindern vor ihrem Mann nach London geflohen sein, wo sie eine Villa besitzt.

Haja ist eine von sechs Ehefrauen des Emirs von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum. Die Anwälte des Herrschers aus den Vereinigten Arabischen Emiraten verlangten bei der Anhörung am Dienstag vom High Court, dass die Kinder, eine elfjähriges Mädchen und einen siebenjährigen Jungen, rasch wieder in ihre Heimat zurückgeführt werden. Die Prinzessin hatte genauso wie ihr Ehemann eine Mitteilung veröffentlicht, wonach sich das Paar in einem Prozess um ihre Kinder gegenübersteht. Bereits Anfang Juli hatte dazu eine erste Anhörung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

Scheich scheitert mit Antrag gegen Berichterstattung

Bei der nun begonnenen zweitägigen Anhörung sind nur britische Medienvertreter zugelassen. Das Gericht hatte einen Antrag von Scheich Mohammad zurückgewiesen, die Berichterstattung über Details des Verfahrens zu verbieten. Dem steht nach Ansicht des Gerichts das öffentliche Interesse entgegen.

Prinzessin Haja wird vor Gericht von der Anwältin Fiona Shackleton vertreten, die auch den britischen Thronfolger Prinz Charles im Scheidungsprozess von seiner Ex-Frau Diana vertreten hatte. Rechtsbeistand von Scheich Mohammed ist Helen Ward, die unter anderem den ehemaligen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone bei dessen Scheidung vertrat. Scheich Mohammed erschien nicht persönlich vor Gericht. Vor dem Londoner Gericht demonstrierten etwa ein Dutzend Menschen gegen den Scheich. Sie hielten Schilder, auf denen sie den Regierungschef der Emirate als "Sponsor der Prostitution und der Sklaverei" bezeichneten.

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