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Myanmar - Rohingya droht weiter der Genozid

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Mehr als 700.000 Rohingya waren vor zwei Jahren aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Laut UN-Experten droht den 600.000 in Myanmar verbliebenen Rohingya der Genozid.

700.000 Rohingya waren nach Bangladesch geflohen. Archivbild
700.000 Rohingya waren nach Bangladesch geflohen. Archivbild
Quelle: Mahmud Hossain Opu/AP/dpa

Den 600.000 in Myanmar verbliebenen Rohingya droht nach UN-Angaben weiterhin systematische Verfolgung und sogar Genozid. "Myanmar scheitert an seiner Pflicht, einen Völkermord zu verhindern, den Völkermord zu untersuchen und wirksame Gesetze einzuführen, die Völkermord unter Strafe stellen", sagte ein UN-Menschenrechtsexperte.

Die Angehörigen der muslimischen Minderheit werden in ihrem Heimatland seit Jahrzehnten diskriminiert. Mehr als 700.000 Rohingya flohen vor zwei Jahren nach Bangladesch.

"Anhaltender Völkermord"

UN-Ermittler sprachen von einem "anhaltenden Völkermord". Die Angehörigen der muslimischen Minderheit werden in ihrem Heimatland seit Jahrzehnten diskriminiert. Viele von ihnen verloren durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft.Die UN-Menschenrechtsexperten schreiben in ihrem neuen Bericht, dass die Lage in Myanmar eine Rückkehr der vertriebenen Rohingya unmöglich mache.

Die 600 000 Rohingya, die in der Region Rakhine geblieben sind, seien weiter Gesetzen unterworfen, die zu Tötungen, Vergewaltigungen, Folter und Vertreibung führten. Die Experten betonen dabei unter anderem diskriminierende Einschränkungen hinsichtlich der Bewegungsfreiheit, was es den Rohingya erschwere, an Nahrung, Bildung oder medizinische Hilfe zu kommen.

Nach brutalen Einsätzen des Militärs Myanmars flüchteten viele Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya vor 2 Jahren nach Bangladesch. Nach einem Regierungsabkommen sollen sie nun wieder zurück in ihre Heimat – doch die Rohingyas weigern sich.

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