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Nach Anschlag in Barcelona - Deutsche stirbt im Krankenhaus

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Nach dem Anschlag in Barcelona ist eine Deutsche ihren Verletzungen erlegen. Die 51-Jährige sei im Krankenhaus in Barcelona gestorben, teilten spanische Behörden mit.

Der Hauptverdächtige des Anschlags von Barcelona ist nach Polizeiangaben tot. Der Zugriff erfolgte nur wenige Kilometer westlich von Barcelona in dem Dorf San Sadurní de Noya. ZDF-Korrespondentin Christel Haas berichtet aus Barcelona.

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Die Frau lag laut Gesundheitsbehörden der spanischen Region Katalonien auf der Intensivstation des Krankenhauses Hospital del Mar. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten bei den Anschlägen von Barcelona und Cambrils auf insgesamt 16.

Vom Tatfahrzeug erfasst

Beim Anschlag einer islamistischen Terrorzelle mit einem Lieferwagen auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas und einer vereitelten Attacke im Küstenort Cambrils waren am 17. August und in der Nacht auf den 18. August auch mehr als 120 Menschen verletzt worden.

Die Deutsche war auf den Ramblas vom Tatfahrzeug erfasst worden. Nach dem Tod der Deutschen werden nach Angaben der zuständigen Behörden noch weitere 24 Verletzte in Krankenhäusern behandelt. Fünf von ihnen seien noch in kritischem Zustand.

Demo: "Ich habe keine Angst"

Am Samstagabend hatten Hunderttausende Menschen in der spanischen Mittelmeermetropole gegen Terror und extremistische Gewalt demonstriert. Angeführt wurde der Protestzug von Sanitätern, Polizisten, Feuerwehrleuten und Menschen, die sich nach dem Attentat vom 17. August um die Verletzten gekümmert hatten. Die Polizei von Barcelona sprach am Abend von insgesamt rund einer halben Million Demonstrationsteilnehmern.

Immer wieder riefen die Demonstranten die Parole "Ich habe keine Angst". Dies war auch das Motto der Massenkundgebung, die auf der zentralen Plaza Cataluna mit einer Ehrung der Opfer und Helfer endete. Der Protestmarsch wurde von der Stadt Barcelona, der katalanischen Regierung und zahlreichen Vereinen organisiert, unter denen sich auch viele muslimische Verbände und Gemeinden befanden.

Muslime distanzieren sich vom Terror

Miriam Hatibi, Repräsentantin der muslimischen Stiftung Ibn Battutta, sowie die bekannte katalanische Schauspielerin Rosa Maria Sarda riefen zu gesellschaftlichem Zusammenhalt gegen den Terror und für ein friedliches Zusammenleben auf. Viele Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie "Islam ist Frieden. Wir sind Muslime, keine Terroristen" oder "Keine Chance der Islamophobie".

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