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Demo in Barcelona - Hunderttausendfaches Zeichen gegen den Terror

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Hunderttausende Menschen ziehen durch die Straßen Barcelonas. Ihr Anliegen ist es, ein Zeichen gegen Terror zu setzen. Zum ersten Mal in der spanischen Geschichte nahm mit König Felipe VI. ein Monarch an einer derartigen Massenkundgebung teil.

Der Hauptverdächtige des Anschlags von Barcelona ist nach Polizeiangaben tot. Der Zugriff erfolgte nur wenige Kilometer westlich von Barcelona in dem Dorf San Sadurní de Noya. ZDF-Korrespondentin Christel Haas berichtet aus Barcelona.

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Zusammen mit dem spanischen König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy haben Hunderttausende Menschen in Barcelona nach den Anschlägen vor anderthalb Wochen ein Zeichen gegen Terror und Gewalt gesetzt. Unter dem Motto "No tinc por" (Katalanisch für: Ich habe keine Angst) zogen die Demonstranten am Samstag durch die Straßen der katalanischen Metropole. Die Stadtpolizei sprach von einer halben Million Teilnehmern an der Großdemonstration.

König bei Massenkundgebung dabei

Am 17. und 18. August waren bei den Attentaten in Barcelona und Cambrils 15 Menschen ums Leben gekommen, 120 weitere wurden verletzt. Sechs von ihnen sind weiterhin in kritischem Zustand.

Zum ersten Mal in der Geschichte Spaniens nahm mit König Felipe VI. ein Monarch an einer derartigen Massenkundgebung teil. Angeführt wurde der Zug von Polizisten, Feuerwehrleuten, Sicherheitskräften und Sanitätern, die nach den Attentaten Betroffene betreut hatten. Neben Rajoy marschierten zahlreiche weitere Regierungsvertreter vom Prachtboulevard Passeig de Gràcia bis zur Plaça de Catalunya mit - jenem Platz, von dem aus ein Attentäter einen Lieferwagen in die Fußgängerzone von Las Ramblas gesteuert hatte.

Immer wieder Sprechchöre: "Ich habe keine Angst"

Viele Menschen hielten im Gedenken an die Opfer rote und gelbe Rosen in den Händen, den Farben der spanischen Nationalflagge. Bei der Kundgebung waren auch Kinder dabei.

Mit dem immer wieder lautstark skandierten Satz "Ich habe keine Angst" hatte die Bevölkerung schon kurz nach den Anschlägen deutlich gemacht, dass sie sich vom islamistischen Terrorismus nicht einschüchtern lassen will. Auch am Samstag brandeten immer wieder Sprechchöre auf, um der Gewalt zu trotzen.

Allerdings gab es auch Pfiffe und Buhrufe gegen die Regierungsvertreter und den König. Auf Schildern und Fahnen wurde kritisiert, dass die Regierung für die Gewalt im Nahen Osten mitverantwortlich sei. Pazifistische Gruppen trugen Poster mit Aufschriften wie: "Felipe, wer Frieden möchte, treibt keinen Handel mit Waffen" oder: "Mariano, wir wollen Frieden, nicht den Verkauf von Waffen", wie die Zeitung "El País" berichtete. Darüber hinaus seien die Repräsentanten des Staats mit Rufen für die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Katalonien empfangen worden. Die katalanische Regierung plant das Unabhängigkeitsreferendum für den 1. Oktober.

Rajoy hat mehrfach betont, die Abspaltung der wirtschaftsstärksten Region Spaniens werde man unter keinen Umständen zulassen. Auch das Verfassungsgericht untersagte die Unabhängigkeitsabstimmung.

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