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Nach Anschlag auf Moscheen - Die Welt trauert mit Neuseeland

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Mutmaßlich Rechtsextreme töten Dutzende Muslime bei einem Anschlag auf eine Moschee in Neuseeland. Die Welt ist erschüttert. Auch die Bundesregierung drückt ihre Anteilnahme aus.

Trauernde Menschen sitzen, nach den Schüssen in der Masjid al Noor-Moschee, auf der Straße am 15.03.2019 in Christchurch (Neuseeland)
In Christchurch trauern die Menschen nach dem Anschlag auf zwei Moscheen.
Quelle: dpa

Bundesaußenminister Heiko Maas verurteilt den Angriff. Der "grausame Terroranschlag" treffe friedlich betende Muslime, schreibt er auf Twitter. "Wenn Menschen allein wegen ihrer Religion ermordet werden, ist das ein Angriff auf uns alle. Wir stehen zusammen an der Seite der Opfer. Stay strong, New Zealand!" Bei den Attacken auf Moscheen in Christchurch waren mindestens 49 Menschen getötet worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt via Twitter, sie sei tief erschüttert. "Ich trauere mit den Neuseeländern um ihre Mitbürger, die friedlich betend in ihren Moscheen überfallen und aus rassistischem Hass ermordet wurden. Wir stehen Seite an Seite gegen solchen Terror."

Bundesrat gedenkt der Opfer

SPD-Chefin Andrea Nahles zeigte sich ebenfalls erschüttert und äußerte ihr Mitgefühl. "Wer Muslime angreift, greift uns alle an", schrieb sie ebenfalls auf Twitter. "Dieser Hass darf niemals einen Platz bei uns haben - weder in Neuseeland, noch woanders." Die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli wertete die Tat auf Twitter als ein Ergebnis der "weltweiten Stimmungsmache gegen den Islam und Muslime".

Auch der Bundesrat gedachte zu Beginn seiner Sitzung der Opfer mit einem kurzen Schweigen. "Wir verurteilen die sinnlose Gewalt auf das Äußerste", sagte Präsident Daniel Günther. Die Gedanken seien bei den Verletzten, den Angehörigen der Toten und der gesamten Nation.

Europa steht an Neuseelands Seite

Die britische Premierministerin Theresa May kondolierte den Menschen in Neuseeland. "Meine Gedanken sind bei allen, die von diesem abscheulichen Gewaltakt betroffen sind", schrieb die Regierungschefin im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die Europäische Union übermittelte "den Familien und Freunden der Opfer ihr aufrichtiges Beileid" und erklärte sich mit Neuseeland solidarisch. "Angriffe auf Orte des Gottesdienstes sind Angriffe auf uns alle, die Vielfalt und Religions- und Meinungsfreiheit hochschätzen", hieß es in einer Mitteilung der Außenbeauftragten Federica Mogherini. Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber nannte die Angriffe eine "fürchterliche Attacke". "Wir müssen alle vereint gegen den Terrorismus stehen und gemeinsam gegen den Hass kämpfen", schrieb Weber auf Twitter.

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Auch der Generalsekretär des Europarates, Thorbjorn Jagland, verurteilte die Taten und zeigte sich solidarisch mit Neuseeland. Rassismus, religiöser Hass und Islamophobie bedrohten den Frieden auf der ganzen Welt, twitterte der Norweger.

Dänemark verurteilte den Angriff. Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen schrieb am Freitag auf Twitter: "Zutiefst traurig über die Nachricht von den schrecklichen Terrortaten in Christchurch." Seine Gedanken seien beim neuseeländischen Volk und den Familien der Opfer. Dänemark stehe an der Seite Neuseelands und von Premierministerin Jacinda Ardern. Außenminister Anders Samuelsen twitterte, es handele sich um ganz entsetzliche Nachrichten aus Neuseeland. Der Extremismus habe wieder sein hässliches Gesicht gezeigt. "Wir müssen weiter gegen Extremismus und Gewalt kämpfen, ganz egal, in welcher Form er kommt."

Putin und Erdogan teilen Trauer

Auch Russland hat den mutmaßlichen Terror-Angriff scharf verurteilt. "Der Angriff auf friedliche Bürger, die sich zum Gebet versammelt haben, erschüttert in seiner Grausamkeit und in seinem Zynismus", erklärte Präsident Wladimir Putin am Freitag einer Mitteilung des Kremls zufolge. Er habe Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern in einem Schreiben sein tiefstes Beileid ausgedrückt. Russland teile die Trauer mit denjenigen, die Angehörige verloren hätten. Alle Personen, die an dem Verbrechen beteiligt waren, müssten eine "verdiente Strafe" bekommen, forderte der Kremlchef.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, die Angriffe seien "das jüngste Beispiel des wachsenden Rassismus und der Islam-Phobie". Erdogan bekundete "der islamischen Welt und den Menschen von Neuseeland" sein Beileid.

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