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Nach Explosion in Mogadischu - Mindestens 230 Tote bei Anschlag in Somalia

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Trauer und Entsetzen in Mogadischu: Nach dem Anschlag am Samstag ist die Zahl der Opfer nach jüngsten Angaben auf mindestens 230 gestiegen. Krankenhäuser riefen zu Blutspenden auf. Die Tat sei eine "nationale Katastrophe", sagte die somalische Regierung - und machte die Al-Shabaab-Miliz dafür verantwortlich.

Bei dem bisher schwersten Anschlag in der Geschichte des Landes, ist die Zahl der Toten mittlerweile auf mehr als 230 gestiegen, über 200 Menschen wurden verletzt. Die somalische Regierung macht die militante islamistische Al-Shabaab Miliz für das …

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Somalias Hauptstadt Mogadischu ist von einem der verheerendsten Bombenanschläge in der Geschichte des Landes getroffen wurden: Sehr viele Menschen starben am Samstag bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens vor einem Hotel in einem belebten Viertel der Hauptstadt. Durch die Wucht der Explosion wurden mehrere Gebäude zerstört oder schwer beschädigt, darunter die diplomatische Vertretung von Katar.

"Krankenhäuser sind voll mit Opfern"

Der Anschlag hatte so schwerwiegende Folgen, dass auch einen Tag danach die genaue Zahl der Opfer nicht feststand. Mindestens 230 Menschen seien getötet worden, hunderte weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der somalische Sicherheitsvertreter Abdukadir Muktar sprach von hunderten Toten und Verletzten; der Leiter des Sanitätsdienstes, Abdukadir Hadschi Aden, berichtete von "mehr als hundert Toten und mehreren hundert Verletzten". "Alle Krankenhäuser sind voll mit Opfern der Explosion, das ist eine beispiellose Tragödie", sagte er.

Krankenhäuser baten die Bevölkerung dringend um Blutspenden. Wie Tausende weitere Menschen folgte auch der Präsident dem Aufruf. "In unserer zehnjährigen Erfahrung als Ersthelfer in Mogadischu haben wir so etwas noch nie gesehen", twitterte der Ambulanzdienst Aamin. Der Direktor des Medina-Krankenhauses sagte, seine Klinik sei von Toten und Verletzten überwältigt. Viele Menschen hätten Gliedmaßen verloren. "Das ist wirklich entsetzlich, anders als alles in der Vergangenheit", sagte Direktor Mohamed Yusuf weiter.

In Hodan befinden sich zahlreiche Hotels, Restaurants und Geschäfte. Das Hotel Safari, vor dem der Lastwagen explodierte, ist bei Somaliern sehr beliebt, Regierungsvertreter sind dort aber nur selten anzutreffen. Zielscheibe von Anschlägen der Al-Shabaab-Miliz sind jedoch eher Hotels, in denen Regierungsmitarbeiter verkehren.

Präsident: Täter "ohne jedes Mitleid"

Dennoch machte die somalische Regierung die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz für die Tat vom Samstag verantwortlich, die sie als "nationale Katastrophe" bezeichnete. Zielscheibe des "schrecklichen Angriffs der Al-Shabaab" seien unschuldige Zivilisten und nicht Regierungsvertreter gewesen, sagte Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo in einer Fernsehansprache. Die Tat verdeutliche die Grausamkeit ihrer Urheber, die "ohne jedes Mitleid" und ohne einen Unterschied zu machen unschuldige Menschen töteten. Er ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Shabaab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats und hat sich den Sturz der von der internationalen Gemeinschaft unterstützten Regierung zum Ziel gesetzt.

Truppen der Afrikanischen Union (AU) hatten die Miliz 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen sind aber weiterhin im Land Afrika aktiv. Neben Angriffen auf somalische oder ausländische Militärstützpunkte verüben sie immer wieder auch Anschläge in Mogadischu.

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