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Nach Asyl-Skandal in Bremen - BAMF prüft weitere Außenstellen

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Die Affäre um Asylbescheide beschäftigt das Bundesflüchtlingsamt. Nicht nur Bremen soll betroffen sein. Auch bei den Übersetzern gibt es Nachbesserungsbedarf.

Das BAMF will Tausende Asylbescheide überprüfen.
Das BAMF will Tausende Asylbescheide überprüfen.
Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach den Unregelmäßigkeiten bei Asylbescheiden in Bremen überprüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zehn weitere Außenstellen. Dort seien Abweichungen von zehn Prozent von den Schutzquoten aufgefallen, erklärte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums. Stichprobenartig würden 8.500 Fälle aus 2017 geprüft.

Zudem hat das BAMF laut Funke-Mediengruppe Schulungen der Dolmetscher auf den Weg gebracht. Im April war die Zusammenarbeit mit über 2.000 Dolmetschern beendet worden.

Hintergrund für die Maßnahme sei Kritik an mangelnder fachlicher Ausbildung vieler Übersetzer, die eine erhebliche Rolle bei der Entscheidung von Asylanträgen spielten, heißt es. Derzeit arbeiten demnach rund 5.800 Dolmetscher im Auftrag des Bundesamtes. Nur rund 620 seien vor Gericht vereidigt. Mehrere Übersetzer berichteten den Funke-Zeitungen zufolge von mangelnder Einarbeitung, schlechter Bezahlung und Stresssituationen. Sie gaben demnach an, nie eine Ausbildung in diesem Bereich gemacht zu haben. Mit den Nachschulungen wolle das BAMF nun die Qualität der Sprachübersetzungen in Asylverfahren erhöhen.

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