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Nach Auslaufen des INF-Vertrags - Pentagon-Chef für US-Raketen in Asien

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Erst am Freitag war der INF-Vertrag zwischen den USA und Russland ausgelaufen. US-Verteidigungsminister Esper spricht sich bereits für die Stationierung von Raketen in Asien aus.

US-Senat bestätigt Esper als neuen Verteidigungsminister
US-Senat bestätigt Esper als neuen Verteidigungsminister
Quelle: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

Der neue US-Verteidigungsminister Mark Esper hat sich für eine relativ rasche Stationierung von landgestützten Mittelstreckenraketen in Asien ausgesprochen. Die US-Regierung wolle dies "so schnell wie möglich" realisieren, wenn möglich innerhalb von Monaten, sagte Esper.

Wo genau die USA die neuen Raketen stationieren wollen, ließ er offen. Espers Äußerungen dürften die Besorgnis nähren, nach Ende des INF-Vertrages zwischen den USA und Russland könnte es zu einem Wettrüsten kommen.

"Zuerst mit Verbündeten sprechen"

Auf die Frage von Journalisten nach einem Zeitplan schränkte Esper allerdings ein: Solche Dinge dauerten meist länger als man erwarten würden. Auch wolle er nicht spekulieren - über "derartige Dinge spricht man zuerst mit den Verbündeten". Allerdings fügte er hinzu, dass China von dem Vorhaben nicht überrascht sein dürfte. "Das dürfte keine Überraschung sein, denn wir sprechen darüber seit geraumer Zeit", sagte Esper. 80 Prozent des chinesischen Arsenals bestehe aus Waffen, die unter die Bestimmungen des INF-Vertrags gefallen wären. "Es dürfte als nicht verwundern, dass wir vergleichbare Kapazitäten wollen."

Der einst von US-Präsident Ronald Reagan und dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow unterzeichnete INF-Vertrag war ein Meilenstein der Abrüstungsbemühungen in der Schlussphase des Kalten Kriegs. Besonders für Europa stellte das Abkommen eine wichtige Sicherheitsgarantie dar. Der Vertrag verbot landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können. Die USA kündigten das Abkommen im Februar wegen mutmaßlicher Verstöße Russlands gekündigt. Auch Moskau erklärte daraufhin seinen Austritt.

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