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Nach Container-Havarie - Niederlande starten mit Bergung in der Nordsee

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Fast 270 verlorene Container des Frachters "MSC Zoe" müssen vom Nordseegrund geborgen werden. Und sie liegen auf einer "Schiffs-Autobahn" - eine schwierige Angelegenheit.

Container treiben am 02.01.2019 in der Nordsee in niederländischen Küstengewässern
Container treiben in der Nordsee in niederländischen Küstengewässern (Archivfoto vom 02.01.2019)
Quelle: dpa

Gut eine Woche nach der Havarie des Frachters "MSC Zoe" in der Nordsee beginnt die Bergung der zahlreichen am Meeresgrund verstreuten Behälter. Ein erstes niederländisches Bergungsschiff sollte am Freitag an der Emsmündung nahe der deutschen Grenze eintreffen und dort zunächst zwei Container bergen. Das sagte ein Sprecher des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Das Containerschiff hatte auf dem Weg nach Bremerhaven in der Nacht zum 2. Januar nach neuesten Angaben 291 Container verloren, darunter zwei mit gefährlichen Stoffen. Rund 20 waren an den Stränden angespült worden. Die meisten Behälter im Meer wurden geortet.

Reederei MSC übernimmt Bergungskosten

Insgesamt müssen rund 270 Container vom Boden der Nordsee gehoben werden. Etwa 20 wurden bei Borkum geortet. Die meisten Container liegen auf der sehr stark befahrenen Route für Frachtschiffe. "Das ist wie auf einer Autobahn", sagte Ministeriumssprecher Edwin de Feijter. Daher werde die Bergung auch nicht einfach. "Das wird Wochen, wenn nicht Monate dauern." Die Schweizer Reederei MSC hatte zugesichert, die Kosten zu übernehmen. Für die Bergung würden insgesamt drei Schiffe eingesetzt, sagte de Feijter. Die Experten wollen auch mit Unterwasserkameras arbeiten.

Die "MSC Zoe", mit fast 400 Metern Länge eines der größten Containerschiffe der Welt, hatte in der Nacht zum 2. Januar auf dem Weg nach Bremerhaven nach neuesten Angaben 291 Container verloren. Die meisten liegen auf dem Meeresboden. Rund 20 Container waren aufgebrochen und an den Stränden angespült worden. Diese waren übersät mit Plastik, Styropor, Schuhen, Spielzeug oder Kühlschränken. Nach Angaben der Reederei wurden inzwischen mehr als 1.200 Tonnen Frachtgut eingesammelt. Doch Umweltschützer und Bürgermeister der Inseln fürchten Langzeit-Schäden durch Plastikmüll.

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