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Nach dem Busunglück auf Madeira - Verletzte zurück in Deutschland

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Nach dem verheerenden Busunfall sind die meisten Verletzten wieder in Deutschland. Eine Bundeswehr-Maschine brachte die 15 Überlebenden zurück.

Die meisten Überlebenden des Busunglücks von Madeira sind zurück: Drei Tage nach dem Unfall mit 29 Toten ist eine Sondermaschine der Bundeswehr mit 15 Verletzten in Köln gelandet.

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Madeira, Flughafen Funchal, kurz nach 12 Uhr Ortszeit: Das Flugzeug der Bundeswehr hebt ab. An Bord der MedEvac-Maschine Typ A310: 15 verletzte Urlauber auf dem Weg nach Deutschland. "Der Grund für die Verlegung ist kein medizinischer. Wir entlassen die Patienten, damit sie nach Hause können, zu ihren Familien", erklärt der behandelnde Arzt Miguel Reis am Vorabend bei einer Pressekonferenz. Ein weiterer Patient müsse vorerst im Krankenhaus bleiben, auf der Intensivstation. Er sei nicht transportfähig. "Es handelt sich um einen mehrfach verletzten Patienten, der am Bauch operiert wurde. Er ist in stabiler Verfassung, aber nicht transportfähig", erläutert Pedro Ramos, Gesundheitssekretär Madeiras, gegenüber dem ZDF. Kurz nach 17 Uhr landet die Maschine dann in Köln, wo Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Verletzten begrüßt.

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Der Schock sitzt noch immer tief bei den Betroffenen, bei Anwohnern - und bei vielen deutschen Urlaubern. Vorm Gedenkgottesdienst der evangelischen Gemeinde Madeira treffen wir am Freitagnachmittag Judith Urbanke. "Natürlich fühlen wir uns verbunden mit den Leuten, die bei diesem Unfall zu Tode gekommen oder im Krankenhaus gelandet sind. Dieser Bus hätte uns auch abholen können." Urbanke erzählt uns, dass auch sie den typisch portugiesischen Abend gebucht hatte. Doch bevor der Bus ihr Hotel erreichen konnte, geschah das Unglück.

"Portugal trauert, Deutschland trauert"

Viele Portugiesen nehmen Anteil am Schicksal der Deutschen. Auch Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa legt am Unfallort Blumen nieder, nimmt am Gedenkgottesdienst teil. "Portugal trauert, Deutschland trauert, und die Solidarität kommt aus dem Herzen beider Nationen, und nicht nur dieser beiden Nationen."

Ilse Everlien Berardo ist seit über 30 Jahren Pastorin auf der Ferieninsel und leitet die deutsche evangelische Gemeinde. Sie war als eine der ersten Seelsorgerinnen nach dem Unfall vor Ort, leitet den Gedenkgottesdienst, hat mit den Verletzten gesprochen. "Sie waren sehr ruhig, sehr gefasst, natürlich noch im Schockzustand. Niemand hat sich beschwert, niemand hat angeklagt." Vielmehr seien sie dankbar gewesen, überlebt zu haben.

Ermittlungen dauern an

Denselben Eindruck schildert uns auch ein deutscher Urlauber, der in demselben Hotel wie einige der Opfer untergebracht ist. "Man merkt, dass im Hotel eine gewisse negative Stimmung herrscht. Es sind einige Leute dabei gewesen, die sehr ernst telefoniert hatten, die in irgendeiner Form betroffen waren. Das hat man registriert."

Für die meisten Verletzten endet mit dem Flug heute ein schrecklicher Urlaub. Zentrale Fragen bleiben noch immer unbeantwortet: Wie konnte es zu dem Unglück kommen? War es wirklich Bremsversagen? Die Ermittlungen dauern an.

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