Sie sind hier:

Messerattacke im Badeort Hurghada - Gabriel "bestürzt" über Anschlag in Ägypten

Datum:

Außenminister Gabriel hat den Familien der Opfer des Anschlages in Hurghada sein Beileid ausgesprochen. Er sei bestürzt über das "feige Verbrechen". Zuvor hatte das Auswärtige Amt den Tod zweier Deutscher bei dem Messerangriff im ägyptischen Badeort bestätigt.

Sicherheitskreisen zufolge sind in dem ägyptischen Badeort zwei deutsche Touristen getötet und weitere Urlauber verletzt worden. Ein Angreifer hatte die Menschen mit einem Messer attackiert. Er wurde festgenommen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

"Ich bin sehr bestürzt über dieses feige Verbrechen", zitierte das Auswärtige Amt am Samstag Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Mein tiefes Beileid den Familien der Ermordeten." Zuvor hatte sich bereits Regierungssprecher Steffen Seibert bestürzt über den Tod der beiden Frauen geäußert.

Deutsche Behörden vor Ort

"Wir haben nunmehr die traurige Gewissheit, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff in Hurghada ums Leben gekommen sind", teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Das Amt geht dabei von einem gezielten Angriff auf Touristen aus und erklärte: "Nach allem, was wir wissen, sollte die Tat ausländische Touristen treffen - ein besonders hinterhältiger und verbrecherischer Akt, der uns traurig, bestürzt und wütend zurücklässt." Nach ZDF-Informationen ist mittlerweile auch das Bundeskriminalamt in die Aufklärung involviert.

Mitarbeiter der Deutschen Botschaft Kairo seien vor Ort und stünden mit den ägyptischen Behörden in Kontakt. Mit Blick auf die Opfer fügte die Sprecherin hinzu: "Unser tiefempfundenes Beileid gilt in diesen schweren Stunden ihren Familien und Freunden."

Hintergründe der Tat unklar

Bei der Messerattacke in dem bei deutschen Touristen beliebten Urlaubsort waren auch vier Menschen verletzt worden. Der Angreifer war offenbar über das Meer zum Strand geschwommen und hatte dort die Touristen attackiert. Der Mann wurde nach der Tat festgenommen.

Die Hintergründe der Tat, die viele deutsche Urlauber verunsichern dürfte, sind zunächst unklar. Während der Hotelmanager die Variante bevorzugt, dass der Täter geistig verwirrt ist, geht Peter-Jürgen Ely von einem Anschlag mit terroristischem Hintergrund aus. An eine Gewalttat aus persönlichen Motiven glaubt der ehemalige deutsche Honorarkonsul Hurghadas nicht. "Warum sollte er die anderen Opfer dann ebenfalls mit dem Messer attackieren?" Zudem deuten unterschiedliche Angaben darauf hin, dass der Mann an zwei verschiedenen Strandabschnitten auf Urlauber losging.

Ely, der schon Jahrzehnte in dem Taucherparadies am Roten Meer lebt, erzählt, dass er beide Todesopfer kannte. Sie hätten dauerhaft in dem Ferienort gewohnt und seien immer mal wieder zu den Treffen der großen deutschen Gemeinde gekommen. Eine gemeinsame Bekannte habe die Opfer dann am Freitag identifiziert, sagt Ely.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.