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Merkel und Putin in Meseberg - Annäherung in Meseberg

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Immerhin drei Stunden haben Merkel und Putin über die Beilegung internationaler Konflikte und die bilateralen Beziehungen beraten. Was dabei rumkam? Unbekannt.

Bundeskanzlerin Merkel hatte in den vergangenen Tagen heimliche Besucher aus Moskau zu Gast: Außenminister Lawrow und Generalstabschef Gerassimow. Nun kam der russische Staatspräsident zu Angela Merkel: Wladimir Putin sucht Hilfe für Syrien.

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Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin haben mehr als drei Stunden über Lösungswege aus den Krisen in Syrien und der Ukraine beraten. Nach ihrem Treffen auf Schloss Meseberg bei Berlin reiste Putin am Samstagabend zurück nach Russland. Über Inhalte der Beratungen im Gästehaus der Bundesregierung wurde nichts bekannt.

Merkel betont gemeinsame Verantwortung

Vor Beginn des Treffens hatte Merkel die Verantwortung Deutschlands und Russlands für die Lösungen der Krisen deutlich gemacht und hinzugefügt, sie sei bereit, mit Putin daran zu arbeiten. Zugleich warnte Merkel vor einer humanitären Katastrophe in Syrien. Immerhin gingen offensichtlich die Kampfhandlungen zurück. Nötig seien aber eine Verfassungsreform und Wahlen. Russland ist die Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Der Westen kritisiert dies und fordert den Rücktritt Assads.

Außenminister Heiko Maas zeigt sich vor dem Treffen zwischen Merkel und Putin optimistisch. ZDF-Korrespondent Andreas Kynast mit einer Einschätzung, was von dem Treffen zu erwarten ist.

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Putin rief Europa zur Hilfe beim Wiederaufbau in Syrien auf. Eine Wiederherstellung der Infrastruktur sei nötig, damit Flüchtlinge aus dem Ausland heimkehren könnten. Dabei gehe es nicht nur um Rückkehrer aus Europa, sondern auch um Millionen Flüchtlinge aus den Nachbarländern Jordanien, dem Libanon und der Türkei.

Putin macht Druck wegen Gas-Transit

Der russische Präsident unterstrich die Zuverlässigkeit russischer Gaslieferungen. Diese würden durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, die direkt von Russland nach Deutschland führt, noch verbessert. Eine Fortsetzung des Gas-Transits durch die Ukraine auch nach dem Bau der neuen Pipeline schloss er nicht aus. Er sagte aber auch: "Die Hauptsache ist, dass dieser Transit durch die Ukraine, der Tradition hat, wirtschaftlichen Anforderungen entspricht."

Merkel reist nächste Woche in die ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien, Armenien und Aserbaidschan. Besonders in Aserbaidschan geht es um eine alternative Pipeline nach Europa, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.

Angesichts der Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die nach der Annexion der Krim wegen Moskaus Agieren in der Ostukraine verhängt worden waren, verwies Putin darauf, dass Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Russlands sei. Ohne die Sanktionen anzusprechen sagte er, dass das Handelsvolumen im vergangenen Jahr um 22 Prozent zugenommen habe. Deutsche Investitionen hätten 18 Milliarden US-Dollar (16 Mrd Euro) ausgemacht. Deutsche Unternehmen machten mir insgesamt rund 270.000 Beschäftigten in Russland einen Umsatz von 50 Milliarden Dollar (43 Mrd Euro).

Putin kam eine halbe Stunde später als geplant zu dem Treffen mit Merkel ins Gästehaus der Bundesregierung nördlich von Berlin. Er war zuvor Gast auf der Hochzeit der österreichischen Außenministerin Karin Kneissl gewesen. Die Einladung an Putin hatte national und international für Irritationen gesorgt.

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