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Nach der Hitze folgt das Gewitter - Blitze, Regen und der richtige Schutz

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Erst Extremhitze, nun Starkregen - in Teilen Hessens liefen Keller voll, Dächer wurden abgedeckt. Für heute sind vielerorts Gewitter angesagt. Tipps, wie man sich schützen kann.

PKW stehen auf einer nach einem kurzen und starken Regenguss überfluteten Strasse am 07.08.2018 in Stadtallendorf  (Hessen)
Auch Stadtallendorf (Hessen) hatte mit Regenmassen zu kämpfen. Sie überfluteten ganze Straßenzüge. Manche Autofahrer unterschätzten die Gefahr, fuhren in die braune Brühe und blieben stecken.
Quelle: dpa

Nach mehreren Wochen mit extremer Sommerhitze naht nun die ersehnte Abkühlung - doch in Teilen Hessens kam diese in der Nacht zum Mittwoch besonders heftig. Vor allem in Kirchhain bei Marburg liefen am Dienstag viele Keller voll und Dächer wurden abgedeckt, wie Kreispressesprecher Stephan Schienbein sagte. Es seien "riesige Wassermengen" vom Himmel gekommen, so Schienbein. Im gesamten Landkreis Marburg seien in der Nacht 400 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen. Menschen seien bislang nicht zu Schaden gekommen.

Auch das benachbarte Stadtallendorf, das nahe Gießen und Teile Südhessens hatten mit Regenmassen zu kämpfen. Sie überfluteten ganze Straßenzüge, manche Autofahrer blieben im Wasser stecken. Viele Keller standen unter Wasser.

Schauer und Gewitter angesagt

Auch heute gibt es schon am Vormittag erste Schauer und Gewitter. Im Tagesverlauf dann entlang der Alpen, südlich der Donau, zum Abend hin Richtung Berlin-Brandenburg, im Erzgebirge und in den Mittelgebirgen. Die Gewitter können lokal unwetterartig sein mit Starkregen, Hagel und Sturmböen, sagt ZDF-Wetterexperte Özden Terli. Im Osten Deutschlands sind Temperaturen bis zu 39 Grad möglich. Im äußersten Westen und an der Nordseeküste werden die Temperaturen unter 30 Grad bleiben, sagt Terli, ansonsten liegen sie um die 30 Grad. In Richtung Osten steigen die Werte.

Am Donnerstag liegen die Höchstwerte im Westen dann dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach zufolge voraussichtlich "nur" bei 25 bis 30 Grad - auch wenn es sich wegen der Schwüle heißer anfühlen dürfte. Von Westen her naht eine breite Gewitterfront.

Wie man sich bei schweren Unwettern schützen kann, dazu geben die Feuerwehren Tipps. Die zentralen Aussagen:

Gebäude im Vorfeld schützen: Keller und andere tief liegende Bereiche sollten bei Überflutungsgefahr rechtzeitig vor eindringendem Wasser geschützt werden. Zudem sollten Gullys und Abflussrinnen frei von Laub und anderem Schmutz sein.

Unterschlupf in Gebäuden oder Autos: Als bester Schutz bei einem Unwetter gelten ein festes Gebäude oder alternativ ein geschlossenes Auto. In Gebäuden ohne Blitzschutz für Strom- und Versorgungsleitungen sollten bei Gewitter die Stecker der Elektrogeräte gezogen werden.

Schutzsuche in freier Natur: In der freien Natur sollte in Senken, Hohlwegen oder unter Stahlbetonbrücken in die Hocke gegangen werden. Auch im dichten Wald wird die Hocke empfohlen - allerdings mindestens drei Meter von Bäumen oder Astspitzen entfernt.

Bäume und Wasser meiden: Einzeln stehende Bäume jeder Art, Masten, Metallzäune und andere Metallkonstruktionen sollten gemieden werden. Auch Gegenstände aus Metall wie Werkzeuge oder Sportgeräte sollten möglichst weit entfernt sein. Absolut tabu ist ein Aufenthalt im Wasser.

Fahrweise anpassen und notfalls anhalten: Starkregen kann die Sicht auf der Straße stark beeinträchtigen. Autofahrer sollten ihre Fahrweise daher anpassen. Bei Sturm und Hagel empfiehlt es sich, auf einem Parkplatz oder am Straßenrand in einem baumfreien Abschnitt anzuhalten und abzuwarten.

Notruf nur im Notfall: Unfälle und Brände sind sofort unter der Notrufnummer 112 zu melden. Schäden hingegen, von denen keine akute Gefahr ausgeht, sollten erst nach Ende des Unwetters gemeldet werden, damit die Notrufleitungen während des Gewitters für Notfälle frei bleiben.

Nicht immer sind Unwetterschäden abgedeckt:

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