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Nach drei Verlustjahren - Deutsche Bank meldet Jahresgewinn

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Die einst stolze Deutsche Bank ist in den vergangenen Jahren ernsthaft ins Trudeln geraten. Jetzt gibt es einen kleinen Lichtblick.

Nach Jahren mit großen Verlusten, sowie Skandalen und Razzien, schreibt die Deutsche Bank wieder schwarze Zahlen – das größte Geldhaus Deutschlands legte für 2018 einen Gewinn vor.

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Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Archivbild
Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Archivbild
Quelle: Andreas Arnold/dpa

Die Deutsche Bank hat 2018 nach drei Verlustjahren in Folge wie erhofft wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzerngewinn lag bei 341 Millionen Euro nach einem Verlust von 735 Millionen ein Jahr zuvor, wie der Dax-Konzern in Frankfurt mitteilte.

Für das laufende Jahr wagte Vorstandschef Christian Sewing keine konkrete Gewinnprognose. Allerdings sollen die um Konzernumbau und Rechtsfälle bereinigten Kosten der Bank auf 21,8 Milliarden Euro fallen und damit etwas stärker als geplant.

"Wir werden die Kosten weiter senken"

Nun gehe des darum, die nächsten Schritte zu tun: "Wir werden 2019 die Kosten weiter senken und gleichzeitig in Wachstum investieren. So werden wir unsere Profitabilität auch über das laufende Jahr hinaus substanziell steigern", sagt Sewing. Der Stellenabbau - bis Ende des Jahres soll es nur noch deutlich weniger als 90.000 Deutschbanker geben - laufe planmäßig.

Auch auf der Kostenseite sieht Sewing Erfolge und wird ehrgeiziger. In diesem Jahr sollen die Kosten auf 21,8 Milliarden Euro sinken. 2018 lagen die bereinigten Kosten bei 22,8 Milliarden Euro und damit unterhalb der Zielmarke von 23 Milliarden.

Bank steckt seit Jahren in der Krise

Die Deutsche Bank kommt seit Jahren nicht aus der Krise. 2015 hatte der damalige Vorstandschef John Cryan, der im vergangenen April seinen Hut nehmen musste, einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro gemeldet. 2016 lag das Minus dann wegen einer Milliardenstrafe in den USA bei 1,4 Milliarden Euro.

Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing. Archivbild
Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing. Archivbild
Quelle: Arne Dedert/dpa

2017 hatte die US-Steuerreform, die bei der Deutschen Bank zu einer Belastung von 1,4 Milliarden Euro geführt hatte, dann einen Gewinn verhindert. Ohne diesen Effekt hätte Cryan ein positives Ergebnis in Höhe von 900 Millionen Euro eingefahren.

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