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Nach Erdbeben in Albanien - Überlebende aus Trümmern gezogen

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Es war das schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten. 24 Stunden nach dem Beben werden immer noch Überlebende aus den Trümmern gerettet. Zeitgleich steigt die Zahl der Todesopfer.

Rettungskräfte in Trümmer in Albanien.
Rettungskräfte in Trümmer in Albanien.
Quelle: Visar Kryeziu/AP/dpa

Rettungskräfte haben aus den Trümmern des schwersten Erdbebens seit Jahrzehnten in Albanien inzwischen 46 Überlebende geborgen. Das teilte das Verteidigungsministerium mit. Die Zahl der Todesopfer sei unterdessen auf 27 gestiegen. Die Zahl der Verletzten bezifferte das Ministerium auf 650.

Das Erdbeben hatte gestern in den frühen Morgenstunden den Westen des kleinen Balkanstaats erschüttert. In Tirana, der Hafenstadt Durres und einigen Landgemeinden stürzten Häuser ein, Menschen liefen zu nachtschlafender Zeit in Panik auf die Straße.

Karte: Albanien, Tirana, Erdbeben
Karte: Albanien, Tirana, Erdbeben
Quelle: ZDF

Es werden immer noch Opfer unter den Trümmern vermutet. Das Wackeln der Erde war über die Landesgrenzen hinaus zu spüren, so etwa in Nordwestgriechenland, Südserbien und in Teilen Süditaliens. Zudem erschütterte ein weiteres Beben der Stärke 5,4 Bosnien.

Nationaler Trauertag

Ministerpräsident Edi Rama erklärte den heutigen Mittwoch zum nationalen Trauertag. Staatliche Institutionen senkten die albanische Flagge auf halbmast. Außerdem kündigte Rama die Verhängung des Ausnahmezustands für die Regionen Tirana und Durres an.

Papst Franziskus hält seine Generalaudienz auf dem Petersplatz
Papst Franziskus hält seine Generalaudienz auf dem Petersplatz
Quelle: dpa

Auch Papst Franziskus gedachte den Erbebenopfer. Bei seiner Generalaudienz bekundete er seine Verbundenheit mit dem "lieben albanischen Volk, das so viel gelitten hat in diesen Tagen". Albanien sei das erste Land gewesen, dass er in Europa habe besuchen wollen. "Ich bin den Opfern nahe, bete für die Toten, für die Verletzten, für die Familien", sagte der Papst auf dem Petersplatz.

"Ich bin den Opfern nahe, bete für die Toten, für die Verletzten, für die Familien"
Papst Franziskus

Nach dem gestrigen Erdbeben hatte Regierungssprecher Steffen Seibert dem Balkanstaat seine Hilfe zugesagt. "Deutschland hat seine Hilfe angeboten. Ein Team des Technischen Hilfswerks steht bereit, im Rahmen der EU-Krisenreaktion zu unterstützen", schrieb er auf Twitter. Außerdem entsandten viele weitere Länder, darunter Griechenland, Italien, Serbien und Montenegro Spezialkräfte nach Albanien.

Weiteres Beben nahe Kreta

Heute morgen gab es ein weiteres Beben, bei dem auch die griechische Urlaubsinsel Kreta erschüttert wurde. "Aber glücklicherweise sind keine Schäden bekannt", sagte Gouverneur Stavros Arnaoutakis.

Die Region an der Nordseite des Mittelmeers ist stark erdbebengefährdet, weil sich dort die afrikanische Platte unter die eurasische Platte schiebt. Am 19. Juli wurde die griechische Hauptstadt Athen von einem Erdbeben erschüttert. 1999 kamen in Athen und Umgebung bei einem Erdbeben der Stärke 5,9 insgesamt 143 Menschen ums Leben.

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