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Nach Anschlag in Lyon am Freitag - Bereits der vierte Verdächtige festgenommen

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Im Laufe des Tages hat die französische Polizei bereits vier Männer festgenommen, die sie im Zusammenhang mit dem Sprengsatz von Lyon verdächtigt - darunter ist angeblich der Täter.

Polizeieinsatz in Oullins (Frankreich) nach der Explosion in Lyon, aufgenommen am 27.05.2019
Polizeieinsatz in Oullins, einer Gemeinde in der Metropolregion von Lyon.
Quelle: Reuters

Knapp drei Tage nach einer Explosion mit 13 Verletzten im französischen Lyon hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Unter ihnen sei auch der mutmaßliche Täter, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Außerdem wurden drei weitere Verdächtige festgesetzt - dabei handelt es sich Berichten zufolge um Familienangehörige des 24-jährigen Hauptverdächtigen.

Bei der Explosion am Freitagabend vor einer Bäckerei im Zentrum der südostfranzösischen Stadt waren 13 Menschen verletzt worden.

Die Ermittler hatten nach der Explosion am Freitagabend im Zentrum der Stadt im Südosten Frankreichs mit Fotos nach einem Mann gesucht. Der Tatverdächtige habe eine Papiertüte mit dem Sprengsatz vor einer Bäckerei im Zentrum der Stadt abgestellt und sei danach wieder auf sein Fahrrad gestiegen und weggefahren, so die Staatsanwaltschaft. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft führt die Ermittlungen.

Terrorwelle in Frankreich

Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert. Dabei wurden rund 250 Menschen getötet.

Karte: Lyon (Frankreich)
Lyon an der Rhône ist nach Paris und Marseille Frankreichs drittgrößte Stadt.
Quelle: ZDF

Bei dem nun festgenommen mutmaßlichen Täter handelt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen 24-Jährigen. Er wurde am Montagmorgen an einem Busausgang aufgegriffen. Einsatzkräfte durchsuchten seine Wohnung. Der Lyoner Bürgermeister Gérard Collomb sagte dem Sender BFMTV, dass der Tatverdächtige Informatikstudent sei und der Polizei zuvor nicht bekannt war. Er soll aus Algerien stammen - die Staatsanwaltschaft äußerte sich dazu nicht.

Medienberichten zufolge handelt es sich bei den anderen beiden Verdächtigen um die Mutter und den Vater des mutmaßlichen Täters und einen jüngeren Bruder. Dieser sei am Montag an seiner Oberschule festgenommen worden. Auch eine Schwester wurde verhört, hieß es.

Hintergründe noch immer unklar

Die Hintergründe der Tat bleiben bislang unklar. Allein die Tatsache, dass jemand mitten am Tag in einer belebten Straße eine solche Tat verübe, reiche für Anti-Terror-Ermittlungen aus, hatte Staatsanwalt Rémy Heitz am Samstag erklärt. Die Explosion wurde mit einem Fernzünder ausgelöst. In der abgestellten Tüte waren Objekte aus Metall. Bei der Detonation wurden insgesamt 13 Menschen verletzt - darunter auch ein Kind. Elf Menschen mussten in Kliniken gebracht werden, die meisten von ihnen wurden aber schnell wieder entlassen.

Die Explosion traf Frankreich kurz vor der Europawahl. Im Land wurden auch Erinnerungen an den Terroranschlag in Straßburg vom Dezember wach. Der mutmaßliche Islamist Chérif Chekatt hatte in der Innenstadt der elsässischen Metropole das Feuer eröffnet - es starben fünf Menschen, zudem wurden zahlreiche verletzt.

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