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Fünf Jahre Abstiegskampf - Am Ende verlässt den HSV das Glück

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Die Bundesliga ist nach 55 Jahren vorerst Geschichte für den Hamburger Sportverein. Nach fünf Jahren Abstiegskampf ist das Glück des Dinos endgültig aufgebraucht.

Hamburgs Matti Steinmann verlässt nach dem Abstieg den Platz.
Fünf Jahre Dauer-Abstiegskampf sind nun vorbei.
Quelle: dpa

2013/2014: Katastrophen-Saison endet mit Dusel-Rettung

Mit mageren 27 Punkten, den meisten Gegentoren (75) und zwei Relegationsspielen ohne Sieg gegen den Zweitligisten Fürth gelingt die Dusel-Rettung. "Wir haben das ganze Glück aufgebraucht", gesteht Mirko Slomka. Der Saison-Coach Nummer drei nach Thorsten Fink und Bert van Marwijk holt in 15 Spielen nur drei Siege. Der HSV bleibt trotzdem drin, da die Absteiger Nürnberg und Braunschweig noch schwächer sind. Zum Retter wird Stürmer Pierre-Michel Lasogga mit 13 Saisontreffern und dem goldenen Relegations-Auswärtstor in Fürth.

2014/2015: Labbadia-Kraftakt und erneutes Relegations-Glück

Mit der Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine Fußball-AG soll alles besser werden. Doch erneut muss der Dino kräftig zittern. Nach Slomka, Joe Zinnbauer und Peter Knäbel ist es Trainer Nummer vier, Bruno Labbadia, mit zehn Punkten aus sechs Partien zu verdanken, dass der HSV überhaupt noch in die Relegation kommt. Dort schießt Marcelo Diaz den HSV per Freistoßtor zum Last-Minute-1:1 beim Karlsruher SC in die Verlängerung. Dann trifft Nicolai Müller zum Sieg - der erneut vom Glück verfolgte HSV steht weiter unter Artenschutz.

2015/2016: Vermeintlicher Aufschwung weckt (zu) hohe Erwartungen

In der Spielzeit ohne Trainerwechsel führt Labbadia den HSV durch einen 3:1-Sieg beim FC Augsburg am letzten Spieltag auf Rang zehn. Doch die gute Platzierung in der Abschlusstabelle täuscht darüber hinweg, dass der Nordclub nach einer weiteren Saison ohne konstante Leistungen erneut lange um den Klassenverbleib kämpfen muss. Immerhin bleibt Kapitän Johan Djourou & Co. aber ein weiteres Zittern bis zur letzten Minute erspart. Umgekehrt führt der vermeintliche Aufschwung sofort zu überzogenen HSV-Hoffnungen und -Erwartungen.

2016/2017: Achterbahnfahrt mit Happy End

Als nach dem Fehlstart auch der Trainerwechsel von Labbadia zu Markus Gisdol zunächst nicht fruchtet, scheint der HSV abgeschlagen. Gisdol reagiert mit einigen Personalwechseln - bis zur Winterpause geht es bergauf. 2017 beginnt zwar mit Rückschlägen. Dann bäumt sich der HSV aber auf, bis es kurz vor Schluss wieder abwärts geht. Es reicht aber doch zum Happy End: Am letzten Spieltag gewinnt der HSV gegen Wolfsburg durch ein Waldschmidt-Tor in der 88. Minute. Statt des HSV muss der VfL in die Relegation. Auch im 54. Liga-Jahr bleibt der HSV unabsteigbar.

2017/2018: Traumstart endet mit erstmaligem Abstieg

Die Serie ist gerissen, der HSV steigt zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die 2. Liga ab. Dabei beginnt die 55. Saison verheißungsvoll. Nach zwei Siegen sind die Hamburger für eine Nacht sogar Tabellenführer. Doch der Schein trügt: Danach geht es nur noch steil bergab. Auch der Trainerwechsel vom letztjährigen Retter Gisdol zu Bernd Hollerbach bringt nichts. Dessen Nachfolger Christian Titz bringt den Dino mit einer neuen Spielidee und einer Verjüngungskur zwar wieder auf Vordermann, doch der HSV-Endspurt mit 13 Punkten in acht Spielen kommt zu spät.

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