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Nach "Gelbwesten"-Protesten - Pariser Polizeipräsident muss gehen

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Der Pariser Polizeipräfekt Michel Delpuech muss nach den massiven Protesten der "Gelbwesten" am Wochenende seinen Posten räumen. Das teilte Regierungschef Édouard Philippe mit.

Michel Delpuech, Polizeipräfekt in Frankreich
Quelle: imago

Nach der erneuten Eskalation der Gewalt bei "Gelbwesten"-Protesten wird der Pariser Polizeipräsident Michel Delpuech abgelöst. Wie Regierungschef Édouard Philippe in Paris mitteilte, werde der Ministerrat am Mittwoch offiziell den bisherigen Präfekten des Départements Gironde, Didier Lallement, als Nachfolger ernennen.

Premier Philippe hatte am Sonntag bereits Fehler beim Sicherheitskonzept eingeräumt. Am Samstag war es bei den "Gelbwesten"-Protesten rund um die Pariser Prachtmeile Champs-Élysées wieder zu heftigen Krawallen gekommen - Restaurants wurden verwüstet, Läden geplündert, Autos und Zeitungsstände angezündet.

Paris räumt Polizei-Versagen ein

Nach gewaltsamen Ausschreitungen während der Gelbwesten-Demonstrationen in Paris am Wochenende hatte die französische Politik ein Versagen der Polizei eingeräumt. Die Einsatzkräfte seien zwar auf einen Anstieg der Gewalt vorbereitet, aber weniger "reaktiv" als bei vorherigen Protesten gewesen, sagte Laurent Nunez, Staatssekretär im Innenministerium, im Radio RTL. Die Polizei habe merklich vorsichtiger Gummigeschosse eingesetzt, weil es in der Vergangenheit zu zahlreichen Verletzungen gekommen sei.

Eine Demonstration der "Gelbwesten"-Bewegung in Paris war am Samstag eskaliert: Randalierer plünderten auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées Geschäfte und setzten sie in Brand. Sie errichteten brennende Barrikaden und zündeten eine Bankfiliale an. Das Feuer breitete sich auf das gesamte Gebäude aus, elf Menschen wurden verletzt. 200 Menschen kamen in Gewahrsam, darunter 15 Minderjährige. Während die Gewaltbereitschaft unter den Demonstranten offenbar wieder gestiegen ist, lässt die Unterstützung für die Bewegung langsam nach. In den sozialen Netzwerken gibt es aber weiter Protestaufrufe für den kommenden Samstag.

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