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Nach Gewalt gegen Proteste - Afrika-Union suspendiert Sudan

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Der Sudan befindet sich in einer politisch heiklen Lage. Das Militär spricht von Verhandlungen. Zugleich gibt es Berichte über Gewalt. Die Afrikanische Union zieht Konsequenzen.

Bei Protesten im Sudan gab es zahlreiche Tote. Archivbild
Bei Protesten im Sudan gab es zahlreiche Tote. Archivbild
Quelle: Uncredited/AP/dpa

Nach der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste im Sudan hat die Afrikanische Union (AU) das Land suspendiert. Ab sofort werde die Teilnahme des Sudans von allen AU-Aktivitäten so lange ausgesetzt, bis eine zivil geführte Übergangsregierung eingerichtet sei, twitterte die AU. Dies sei der einzige Weg, der den Sudan aus der derzeitigen Krise führen könne.

Die Opposition bekräftige indes ihren Aufruf zu Protesten und zivilem Ungehorsam. Die Revolution sei dem Frieden verpflichtet, hieß es.

Militär hatte im April Langzeitherrscher al-Baschir abgesetzt

Das Militär im Sudan hatte im April nach monatelangen Protesten der Bevölkerung Langzeitherrscher Omar al-Baschir gestürzt und eine Übergangsregierung mit ziviler Beteiligung zugesagt. Die AU hatte der seitdem regierenden Militärjunta eine Frist bis vergangenen Dienstag gesetzt, um die Macht an eine zivile Regierung abzugeben. Die Junta brach stattdessen am Dienstag die Gespräche mit der Opposition ab und geht seitdem mit Gewalt gegen Demonstranten vor. Ein Protestcamp vor dem Hauptquartier der Armee in der Hauptstadt Khartum räumten Soldaten nach Augenzeugenberichten unter Einsatz von Feuerwaffen.

Nach Angaben von Amnesty International liegen Berichte von mindestens 100 Toten seit der jüngsten Eskalation vor. Die Menschenrechtsorganisation beruft sich dabei auf die Aussage von Ärzten. Verantwortlich dafür seien unter anderem die sogenannten schnellen Unterstützungstruppen, die für brutale Verbrechen in der Konfliktregion Darfur verantwortlich sind.

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