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Nach Hamburger Messerattacke - Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

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"Wegen der besonderen Bedeutung des Falles" hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Hamburger Messer-Attentäter übernommen. Die Ermittler vermuten mittlerweile einen radikal-islamistischen Hintergrund, wobei der Tatverdächtige sich vermutlich selbst radikalisiert habe.

Nach der tödlichen Messer-Attacke in Hamburg-Barmbek hat bereits eine neue Abschiebe-Debatte begonnen. Unionspolitiker werfen den Bundesländern vor, die Möglichkeiten zur Bekämpfung von Gefährdern nicht konsequent anzuwenden.

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Anhaltspunkte für eine Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) oder einer anderen Gruppierung gibt es demnach nicht - auch nicht dafür, dass es Kontakte oder eine Einflussnahme gab. Die Ermittler hätten auch keine Hinweise auf andere Tatbeteiligte oder Hintermänner, hieß es. Der Mann habe sich "zwei Tage vor der Tat" für eine islamistische Lebensweise entschieden und "am Tattag selbst" den Entschluss zu dem Attentat gefasst.

Der Palästinenser, dem nach einem abgelehnten Asylantrag die Ausreise drohte, hatte am Freitag in dem Supermarkt im Hamburger Stadtteil Barmbek unvermittelt ein 20 Zentimeter langes Küchenmesser aus der Verpackung gerissen und damit auf umstehende Menschen eingestochen. Damit tötete er einen 50 Jahre alten Mann, sieben Menschen wurden verletzt. Passanten überwältigten den Mann. Er sitzt seit dem Wochenende wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Vor der Tat hatte er nach einem Einkauf den Supermarkt bereits verlassen, war dann aber wieder aus dem Bus ausgestiegen und umgekehrt.

Verdächtiger als Islamist bekannt

Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geborene Mann war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Den Landesbehörden war er als Islamist bekannt, wurde aber als nicht unmittelbar gefährlich eingestuft. Auch gibt es Hinweise, dass er psychisch labil war.

Die Bundesanwaltschaft verfolgt Straftaten gegen die innere und äußere Sicherheit. Ein wichtiger Bereich ist der Terrorismus.

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