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Nach illegaler Einreise - Kein Asyl für Mitglied des Miri-Clans

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Ein wegen Drogenhandels verurteilter Straftäter war in den Libanon abgeschoben worden und tauchte Monate später wieder in Deutschland auf. Sein Antrag auf Asyl wurde abgelehnt.

Das Mitglied des Miri-Clans bei einem Prozess. Archivbild
Das Mitglied des Miri-Clans bei einem Prozess. Archivbild
Quelle: Carmen Jaspersen/dpa

Das illegal nach Deutschland gereiste führende Mitglied des libanesischen Miri-Clans erhält kein Asyl. Das hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg entschieden. "Am heutigen Tag wurde der Asylantrag als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Auch der Antrag auf die Feststellung von Abschiebeverboten wurde abgelehnt", sagte Anwalt Albert Timmer.

Der wegen Drogenhandels verurteilte Straftäter war im Juli in den Libanon abgeschoben worden. Ende Oktober tauchte er wieder in Bremen auf.

Miri kann gegen die Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) und die geplante Abschiebung Rechtsmittel einlegen. Sein Anwalt Albert Timmer kündigte an, dies fristgerecht zu tun. "Es bleibt dann, die Entscheidung des Verwaltungsgerichts im Eilverfahren abzuwarten", sagte der Jurist.

Die Rückkehr des Mannes sorgte bundesweit für Aufsehen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums gab es gegen den Kriminellen eine Wiedereinreisesperre für das gesamte Schengen-Gebiet, die in der dafür vorgesehenen europäischen Datenbank gespeichert war. Als Reaktion auf die illegale Einreise verschärfte Deutschland die Kontrollen an seinen Grenzen. Wegen der Dringlichkeit wurde der Asylantrag des Clan-Mitgliedes nicht in Bremen, sondern in der Zentrale des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg bearbeitet.

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