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Nach "Irma" - Hurrikan "Maria" bedroht Karibik

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Die Sturmschäden auf vielen Karibikinseln sind noch nicht erfasst, die Aufräumarbeiten laufen erst an - und schon droht weitere Zerstörung: Nicht einmal zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm "Irma" werden die Karibikinseln erneut durch einen Hurrikan bedroht.

Nach Hurrikan „Irma“ reist US-Präsident Trump in die Katastrophengebiete. Durch den Sturm war in einem Altenheim bei Miami die Klima-Anlage ausgefallen. Acht Senioren starben vermutlich infolge der hohen Temperaturen.

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Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) stufte "Maria" am Sonntag (Ortszeit) vom Wirbelsturm zum Hurrikan der niedrigsten Kategorie eins herauf. Auf der zu Frankreich gehörenden Insel Guadeloupe wurde die Unwetterwarnstufe auf die zweithöchste Stufe Orange erhöht. "Maria" erreiche derzeit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern, teilte das NHC mit. Der Sturm befinde sich 225 Kilometer nordöstlich von Barbados und bewege sich in Richtung Nord-Nordwest auf die Leeward-Inseln zu, die er Montagnacht erreichen werde.

"Zerstörerische Wellen"

"Maria" könne eine "gefährliche Sturmflut mit großen und zerstörerischen Wellen" verursachen, warnte das NHC. Der Meeresspiegel an den Leeward-Inseln, die auch Inseln unter dem Winde genannt werden, könne um 1,20 bis 1,80 Meter steigen. Für die Leeward-Inseln, die Jungferninseln und Puerto Rico sagte das Hurrikan-Zentrum Regenfälle von bis zu 51 Zentimetern voraus. Außer für Guadeloupe wurden auch für die Karibikinseln St. Kitts, Nevis, Dominica und Montserrat Hurrikanwarnungen herausgegeben.

Sicherheitsvorkehrungen wurden auch auf den Britischen und Amerikanischen Jungferninseln, den französischen Antilleninseln Guadeloupe und Martinique, auf den niederländischen Antilleninseln Sint Eustatius und Saba sowie auf den Inselstaaten St. Lucia sowie Antigua und Barbuda getroffen. Die örtlichen Behörden auf Guadeloupe erklärten, am Montag müsse mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern gerechnet werden. Außerdem würden Regenmengen von stellenweise 400 Millimetern erwartet.

Es wurde damit gerechnet, dass sich "Maria" zu einem Hurrikan der Kategorie 2 oder 3 auf der fünfstufigen Skala verstärkt. Der französische Innenminister Gérard Collomb rechnete daher mit "großen Schwierigkeiten" für die französischen Überseegebiete in der Karibik. Er kündigte in Paris die sofortige Entsendung von 110 zusätzlichen Soldaten des Zivilschutzes und hunderter weiterer Einsatzkräfte an, um für Sicherheit zu sorgen und bei der Versorgung der Menschen zu helfen. Guadeloupe sei bislang die Logistikzentrale für die Hilfslieferungen an die von Hurrikan "Irma" betroffenen Inseln gewesen, sagte Collomb. Die Schulen auf Guadeloupe sollten ab Montag "bis auf weiteres" geschlossen bleiben, wie die zuständige Behörde mitteilte.

Noch nicht erholt

Der französische Wetterdienst rechnete damit, dass sich das Auge des Sturms "in der zweiten Hälfte der Nacht von Montag auf Dienstag" in unmittelbarer Nähe von Guadeloupe befinden werde. Für die französisch-niederländische Insel Saint-Martin und das französische Saint-Barthélemy galt die niedrigere Unwetterwarnstufe Gelb. Beide Inseln waren durch Hurrikan "Irma" schwer verwüstet worden. Die Inseln haben sich noch nicht von den Sturmschäden erholt.

"Irma" hatte in der Karibik etwa 40 Menschen getötet, bevor im US-Bundesstaat Florida mindestens 20 weitere Menschen durch den Hurrikan ums Leben kamen. Die Regierungen in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden sehen sich seitdem Vorwürfen ausgesetzt, sie hätten zu spät auf das Unwetter in ihren Überseegebieten reagiert. Für Unmut sorgten Stromausfälle sowie Trinkwasser- und Lebensmittelengpässe.

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