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Nach jahrelangen Diskussionen - Niederlande führen Burkaverbot ein

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Erbittert stritten die Niederländer um das Verbot der Vollverschleierung. Nun sind Burkas und Schleier in Ämtern, Kliniken und Nahverkehr untersagt. Doch ist das Verbot dursetzbar?

Eine Frau trägt einen Nikab. Archivbild
Eine Frau trägt einen Nikab. Archivbild
Quelle: Evert-Jan Daniels/epa/dpa

Nach rund 14-jähriger Debatte ist in den Niederlanden das Burkaverbot in Kraft getreten. "Gesichtsbedeckende" Kleidung wie Burkas oder Schleier dürfen nun nicht mehr in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern, Ämtern oder auch Bussen und Bahnen getragen werden. Das gilt auch für Integralhelme oder Sturmhauben.

Das Innenministerium mahnte Kommunen und zuständige Stellen, das Verbot auch durchzusetzen. Allerdings kündigten bereits mehrere öffentliche Institutionen Widerstand an.

Sicherheitsbeamte sollen verschleierte Frauen zunächst auffordern, ihr Gesicht zu zeigen. Wenn sie sich weigern, kann ihnen der Zugang zu öffentlichen Gebäuden untersagt werden und es drohen Geldstrafen von mindestens 150 Euro. Das Verbot gilt auch für andere Gesichtsbedeckungen wie Integralhelme oder Sturmhauben.

Kritiker sehen Verstoß gegen Religionsfreiheit

Als erstes Land Europas hatte Frankreich 2011 die Vollverschleierung verboten. Mehrere Länder folgten. In Deutschland dagegen gibt es bislang nur vereinzelt und beschränkte Verbote zum Beispiel für den öffentlichen Dienst in Hessen. In Dänemark ist das Vollverschleierungsverbot seit genau einem Jahr in Kraft. Bisher wurde nach Angaben der Behörden in 39 Fällen ein Bußgeld zwischen umgerechnet 134 und 1.340 Euro verhängt, darunter gegen 22 Frauen, die Burka oder Nikab trugen.

Viele halten die Vollverschleierung für ein Symbol der Unterdrückung von Frauen im Islam. Kritiker aber sehen in dem Verbot einen Verstoß gegen die Religionsfreiheit. In den Niederlanden gibt es schätzungsweise 150 Frauen, die regelmäßig die Burka oder den islamischen Schleier Nikab tragen.

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