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Nach Äußerungen zu Charlottesville - Trump löst Beraterkreise mit Vorstandschefs auf

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US-Präsident Trump löst nach harscher Kritik auch aus der Wirtschaft an seiner Haltung zur Gewalt in Charlottesville zwei Beraterkreise auf. Das gab er via Twitter bekannt. Möglicherweise kam er den Mitgliedern der informellen Gremien zuvor, einige von ihnen waren bereits ausgetreten.

US-Präsident Donald Trump hat seine Verurteilung der rassistischen Gewalt in Charlottesville relativiert. "Beide Seiten" seien für die Zusammenstöße verantwortlich und auf beiden Seiten habe es auch "ausgezeichnete Leute" gegeben.

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In seinem Tweet erklärte Donald Trump, er habe die Arbeit des Strategieforums (Strategic and Policy Forum) und des Industrie-Rates (Manufacturing Council) beendet. Das Strategieforum erklärte kurz darauf, "der Präsident und wir" hätten die Auflösung beschlossen. "Statt Druck auf die Geschäftsleute das Industrie-Rates und des Strategie- und Politikforums auszuüben, beende ich beide", schrieb Trump. "Vielen Dank an alle."

Streit lenke von Zielen ab

In der Mitteilung des Strategieforums hieß es, der Streit über die Mitgliedschaft in dem Gremium lenke inzwischen von dessen Zielen ab. "In diesem Land haben Intoleranz Rassismus und Gewalt absolut keinen Platz", unterstrichen die Mitglieder. US-Medien zitierten einen CEO (Vorstandschef) mit den Worten: "Angesichts der Kommentare der vergangenen Tage wollte niemand weiterhin als ein Unterstützer dieser Art von Entzweiung gelten."

In diesem Gremium waren unter der Führung von Stephen Schwarzman (Blackstone) 17 Konzern- und Firmenchefs vertreten, unter anderem von WalMart, IBM, Ernst&Young oder JPMorgan Chase. An den US-Finanzmärkten lastete die Nachricht auf den Aktienkursen und dem Dollar. In den vergangenen Tagen waren bereits mehrere Topmanager aus den Gremien ausgetreten - unter anderem die Chefs des US-Pharmakonzerns Merck, von Intel und 3M.

Ein Gremium wollte sowieso nicht mehr

Kurz zuvor war allerdings bekanntgeworden, dass eines der beiden Gremien von sich aus die Einstellung seiner Arbeit ankündigen wollte. Die Kreise hatten sich bisher nur selten getroffen. Die Gremien hatten keine Entscheidungsmacht und waren von Trump eher gedacht, um medienwirksam seine Nähe zur Wirtschaft zu demonstrieren.

Bei einem Neonazi-Aufmarsch am Samstag im Bundesstaat Virginia war ein mutmaßlicher Rechtsextremist in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren, hatte dabei eine Frau getötet und mehrere Teilnehmer schwer verletzt. Zudem kam es auch zu schweren Zusammenstößen. Trump hatte am Dienstag rassistische Gewalttäter und gewaltbereite Gegendemonstranten in Charlottesville gleichgesetzt. Er gab erneut beiden Seiten die Schuld.

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