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Gauland verneint AfD-Mitverantwortung

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Nach Lübcke-Mord - Gauland verneint AfD-Mitverantwortung

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Hat die AfD dazu beigetragen, dass Walter Lübcke zu einer Hassfigur für Rechte geworden ist? Die Antwort von Parteichef Alexander Gauland ist eindeutig.

Alexander Gauland (AfD). Archivbild
Alexander Gauland (AfD). Archivbild
Quelle: Gregor Fischer/dpa

AfD-Chef Alexander Gauland hat erneut eine Mitverantwortung seiner Partei für den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke verneint.

"Das kann ich nicht akzeptieren. Natürlich kann man Politiker, die sich äußern wie Walter Lübcke, politisch kritisieren. Das ist ja nicht der Versuch, einen Menschen mit Gewalt zu beseitigen", sagte er in einem "Cicero"-Interview auf die Frage, ob die AfD dazu beigetragen habe, dass Lübcke zu einer Hassfigur für Rechte geworden ist.

Gauland erwartet keine rhetorische Abrüstung

Weiter erklärte Gauland, dass es wahrscheinlich keine rhetorische Abrüstung geben werde. "Das kann man machen. Aber schauen Sie sich doch an, wie die anderen Parteien reagieren. Da können Sie schlecht die Rhetorik zurückfahren, wenn Ihnen selbst gerade in diesem Mordfall eine Mitschuld gegeben wird. Was wollen Sie da noch zurückfahren?" Er habe nicht den Eindruck, dass diejenigen, die die AfD jetzt an den Pranger stellten, irgendein Interesse daran hätten.

Der CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni auf der Terrasse seines Wohnhauses im hessischen Wolfhagen-Istha niedergeschossen worden. Dringend tatverdächtig ist Stephan E., der 45-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft stuft das Verbrechen als politisches Attentat mit rechtsextremem Hintergrund ein. Lübcke hatte sich 2015 auf einer Informationsveranstaltung zu einer geplanten Flüchtlingsunterkunft gegen Schmährufe gewehrt und gesagt, wer gewisse Werte des Zusammenlebens nicht teile, könne das Land verlassen.

Alles zum Fall Lübcke finden Sie hier:

Mordfall Lübcke – rechter Terror in Deutschland?

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Der Fall Lübcke
 

Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke wird erschossen. Die Spuren führen ins rechtsextreme Milieu. Aktuelles und Hintergründe zum Fall auf einen Blick.

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