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Nach Massaker - Las Vegas: Polizei tappt im Dunkeln

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Mehr als 1.000 Hinweisen seien die Ermittler nachgegangen - ohne Ergebnis. Nach dem Massenmord in Las Vegas tappen Polizei und FBI bei der Suche nach einem Motiv ziemlich im Dunkeln.

Drei Tage nach dem Massaker von Las Vegas hat US-Präsident Trump Überlebende und Helfer der Tragödie getroffen. Dabei würdigte er den Einsatz der Polizei und den Mut vieler Opfer, die anderen trotz eigener Verletzungen geholfen hätten.

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Man habe die Finanzen und das Sozialverhalten des Todesschützen Stephen Paddock überprüft und nach Hinweisen auf eine mögliche Radikalisierung gesucht, aber nur wenig herausgefunden, sagte Untersheriff Kevin McMahill.

Inzwischen hätten die Ermittler auch in großem Umfang Videos aus dem Hotelcasino durchgesehen. Sie glaubten nicht, dass Paddock einen Komplizen hatte, möglicherweise habe aber jemand Kenntnis von seinen Absichten gehabt. Das FBI will nun mit Plakaten und einer öffentlichen Hotline-Nummer um weitere Hinweise aus der Bevölkerung bitten.

Telefonnummern und Auslandsreisen

Der 64-jährige Paddock hatte am vergangenen Sonntag von einem Hotelfenster aus wahllos auf die rund 22 000 Besucher eines Country-Konzerts gefeuert. Er tötete 58 Menschen und verletzte knapp 500. Als sich Polizisten seinem Zimmer näherten, tötete er sich selbst.

Unter anderem soll jetzt auch geprüft werden, ob Paddock vor der Tat eine Prostituierte bestellt hatte. Auf seinem Nachttisch sei eine Reihe von Telefonnummern gefunden worden. Die Ermittler glaubten, dass er eine Prostituierte angeheuert habe, zitiert die Nachrichtenagentur AP Ermittler. Auch andere Callgirls würden befragt. Inzwischen sei auch klar, dass Paddock mindestens ein Dutzend Auslandsreisen unternommen habe, die meisten mit seiner Freundin. Eine davon habe ihn in den Nahen Osten geführt.

Dass es kaum Hinweise gibt, gilt als ungewöhnlich. Terroristen oder Massenmörder schreiben oft Nachrichten, posten Botschaften im Internet oder hinterlassen Spuren auf ihrem Computer. Die Terrormiliz IS hatte die Tat zwar für sich reklamiert - die Ermittler hätten allerdings keine Verbindung zwischen Paddock und den Islamisten entdecken können, sagte McMahill.

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