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Nach Mord an Walter Lübcke - Pistorius fordert Beobachtung rechter Szene

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Niedersachsens Innenminister Pistorius spricht sich für eine stärkere Beobachtung der rechten Szene aus - dazu will er ein System für islamistische Gefährder abwandeln.

Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen. Archiv
Boris Pistorius (SPD), Innenminister von Niedersachsen. Archiv
Quelle: Christophe Gateau/dpa

Nach der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke fordert Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) eine intensivere Beobachtung der rechten Szene. Als Vorbild soll einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zufolge ein System dienen, das bislang zur Bewertung islamistischer Gefährder genutzt wird.

Demnach wollen die Innenminister der SPD-geführten Länder beraten, wie sich das System auf Rechtsextreme übertragen lässt. Ziel sei eine Art "Frühwarnsystem".

"Operativ passen wir die Schwerpunkte der neuen Gefährdungslage an", sagte Pistorius der Zeitung - und kritisierte eine Verschiebung in der öffentlichen Debatte, die auch zum Erstarken rechtsextremer Gruppen geführt habe. "Dinge, die noch vor zehn Jahren unsagbar gewesen wären, werden heute in Teilen der Politik ausgesprochen.

Dabei werden Grenzen überschritten, Grundwerte wie die Menschenwürde infrage gestellt oder klar rassistische Gedanken geäußert." Explizit nannte er die AfD. Sie entwickle sich "seit einiger Zeit eindeutig in eine verfassungsfeindliche Richtung", erklärte Pistorius uns sprach sich für eine Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz aus.

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war am 2. Juni erschossen worden. Unter Verdacht steht der 45-jährige Stephan E. aus Kassel. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Stephan E. hatte nach Angaben des Generalbundesanwalts zunächst gestanden, Lübcke getötet zu haben - später widerrief er sein Geständnis.

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