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US-Demokraten zu Mueller-Bericht - Senatorin fordert Amtsenthebung Trumps

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Der Mueller-Bericht liegt vor, jetzt sind die Demokraten am Zug. Sie fordern eine ungeschwärzte Version des Reports. US-Senatorin Warren plädiert für eine Amtsenthebung Trumps.

Elizabeth Warren kandidiert für die Präsidentschaftswahlen 2020.
Will ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump: US-Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren.
Quelle: Charlie Neibergall/AP/dpa

Nach der Veröffentlichung des Mueller-Berichts hat die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump gefordert. Der Untersuchungsbericht von Sonderermittler Robert Mueller belege, dass "eine feindliche ausländische Regierung unsere Wahl 2016 angegriffen hat, um Donald Trump zu helfen, und dass Donald Trump diese Hilfe begrüßt hat", erklärte Warren am Freitag (Ortszeit).

Demokraten wollen kompletten Bericht sehen

Die Demokraten verlangten die vollständige Veröffentlichung des Mueller-Berichts. Nach seinem Einzug ins Weiße Haus habe Trump die Ermittlungen zu dem Angriff auf die Präsidentschaftswahl behindert, schrieb Warren im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Das bedeutet, dass das Repräsentantenhaus ein Verfahren zur Amtsenthebung gegen den Präsidenten der Vereinigten Staaten einleiten sollte." Ein solches Verfahren hat aber wenig Aussicht auf Erfolg, da dafür eine Zweidrittelmehrheit im Senat nötig wäre, der von Trumps Republikaner dominiert wird.

Der Abschlussbericht des Sonderermittlers zur Russland-Affäre war am Donnerstag veröffentlicht worden. Mueller hatte fast zwei Jahre lang Kontakte zwischen dem Trump-Team und Russland während des Wahlkampfs 2016 untersucht. Auch ging er dem Verdacht der Justizbehinderung durch den Präsidenten nach.

Trump nicht freigesprochen

Zwei Kernaussagen dominieren den in teilweise geschwärzter Fassung vorgelegten Bericht: Für mögliche illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland gibt es darin keine Bestätigung - Mueller kommt aber zu dem Schluss, dass Trumps Team durchaus hoffte, von einer Einmischung Russlands zu profitieren. Vom Vorwurf einer möglichen Justizbehinderung wird der Präsident in dem Bericht ausdrücklich nicht freigesprochen.

Trump sieht sich dennoch vollständig entlastet. Der Bericht sei von "wütenden demokratischen Trump-Hassern" verfasst worden, viele Angaben darin seien "völliger Schwachsinn" ("total bullshit"), twitterte er am Freitag.

Demokraten sehen sich bestätigt

Die oppositionellen Demokraten dagegen sehen durch den Bericht "unehrliches" und "unmoralisches" Verhalten des Präsidenten bestätigt. Sie wollen ihre erst vor kurzem erlangte Mehrheit im Repräsentantenhaus nutzen, um die von Sonderermittler Mueller behandelten Themen in der öffentlichen Debatte zu halten.

Die Demokraten forderten am Freitag die Herausgabe des vollständigen Untersuchungsberichts. Der Vorsitzende des Justizausschusses im Repräsentantenhaus, Jerry Nadler, setzte dem Justizministerium eine Frist bis zum 1. Mai. Schon die geschwärzte Version liefere Belege für Trumps Fehlverhalten, sagte Nadler. Nun müsse der Kongress "den gesamten Umfang" der Verstöße bestimmen und entscheiden, welche Maßnahmen zu ergreifen seien. Am 23. Mai wollen die Abgeordneten Mueller selbst befragen.

Auch Kritik aus eigenen Reihen

Gegenwind kam für Trump auch aus den eigenen Reihen. Er sei "angeekelt" vom Ausmaß der Unehrlichkeit im Weißen Haus, erklärte der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney. Er sei entsetzt darüber, dass einige Mitarbeiter in Trumps Wahlkampfteam Hilfe aus Russland begrüßt hätten und niemand von ihnen die Strafverfolgungsbehörden alarmiert habe.

Die meisten anderen Republikaner hielten sich hingegen bedeckt. Senator Marco Rubio twitterte am Freitag, er sei "erleichtert", dass sich der Vorwurf der illegalen Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland nicht erhärtet habe.

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