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Nach Protesten - Iraks Regierungschef tritt zurück

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Seit Wochen kommt es im Irak immer wieder zu Protesten gegen die Regierung und die weit verbreitete Korruption. Iraks Regierungschef zieht nun die Konsequenzen.

Nach den wochenlangen Protesten gegen die Regierung im Irak will Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi seinen Rücktritt einreichen. Damit wolle er verhindern, dass das Land in weitere Gewalt und Chaos abgleite, teilte Abdel Mahdi mit.

Der Irak hatte zuvor einen der blutigsten Tage seit Ausbruch der Proteste gegen die Regierung Anfang Oktober erlebt. Augenzeugen zufolge kamen bei schweren Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten mindestens 47 Menschen ums Leben.

Appell beim Freitagsgebet

Mahdis Erklärung kam kurz nach der Aufforderung des höchsten schiitischen Geistlichen des Iraks an das Parlament, der Regierung die Unterstützung zu entziehen. In seiner Predigt zum Freitagsgebet in der heiligen Stadt Nadschaf sagte Großajatollah Ali al-Sistani, das Parlament, das Abdel Mahdis Regierung bestätigt habe, sei "eingeladen, seine Wahl in dieser Hinsicht zu überdenken". Al-Sistani wandte sich auch an die seit fast zwei Monaten protestierenden Demonstranten. Ihre Bewegung solle unterscheiden zwischen jenen Demonstranten mit friedlichen und denen mit bösen Absichten.

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