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Räumung wegen Brandgefahr - Wuppertaler Hochhaus vorerst unbewohnbar

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Der verheerende Brand im Londoner Grenfell Tower gab den Ausschlag: Etwa 70 Bewohner eines Hochhauses in Wuppertal mussten raus, weil die Fassadenverkleidung als feuergefährdet gilt. Wie es für sie weitergeht, wissen sie noch nicht. Bis auf weiteres können sie nicht in ihre Wohnungen zurück.

Hätte man den Brand im Londoner Grenfell-Tower, bei dem 79 Menschen ums Leben kamen, verhindern können? Britische Versicherer haben bereits einen Monat vor der Katastrophe die Regierung vor der Brandgefahr gewarnt.

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Nur ihre Habseligkeiten können die Mieter des Hochhauses in Wuppertal unter Aufsicht noch aus ihren Wohnungen holen. Die Stadt betreue die Betroffenen und werde ihnen auch Angebote für einen Umzug in nahegelegene andere Häuser machen, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Brandschutzmängel waren bekannt

Seitens der Eigentümer gebe es noch kein Signal, dass die Gefahr der brennbaren Fassade beseitigt werde. Das elfstöckige Haus gehört den Angaben zufolge nach mehreren Eigentümerwechseln jetzt einer Gesellschaft mit Sitz in Berlin. Die Brandschutzmängel seien bekannt gewesen. Für die Ordnungsbehörde sei es aber sehr langwierig, einen Hausbesitzer zur Beseitigung solcher Mängel zu bringen. Bei jedem Besitzerwechsel "kann man wieder bei Null anfangen", sagte die Sprecherin.

Die Fassade des Hochhauses im Stadtteil Oberbarmen mit rund 70 Bewohnern sei brennbar - das betreffe den Unterbau aus Holz, die einer Holzwolle ähnelnde Dämmung wie auch die Kunststoffverkleidung. Der Brand des Grenfell-Hochhauses in London mit mindestens 79 Toten habe das Risiko derart deutlich gemacht, dass sich die Stadt zum Handeln entschlossen habe, sagte die Sprecherin. Eine direkt mit der Feuerwehr verbundene Brandmeldeanlage hätte zu einer anderen Bewertung führen können, doch eine solche Vorrichtung fehle.

Haus versiegelt und bewacht

Nach der plötzlichen Räumung am Dienstag wurde das Haus versiegelt, es wird nun von einem Sicherheitsdienst bewacht. Falls Bewohner noch Wertsachen, Kinderspielzeug oder Kleidung aus ihren Wohnungen holen wollen, sei dies kein Problem, versicherte die Sprecherin.  Eine endgültige Rückkehr in das Hochhaus sei nur möglich, wenn die Gefahr beseitigt, die brennbare Fassade also ausgetauscht worden sei.

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