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Viele Häuser eingestürzt - Beben in Mexiko: Zahl der Toten steigt

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In Mexiko steigt nach dem schweren Erdbeben die Zahl der Toten. Hunderte verloren ihre Bleibe. Die Rettungskräfte suchen unter den Trümmern fieberhaft nach Überlebenden.

Nach dem Erdbeben in Mexiko sind laut Behördenangaben inzwischen 61 Leichen geborgen worden. Das Beben ereignete sich in der Nacht zum Freitag und hatte eine Stärke von 8,2. Auch Tropensturm Katia verursachte Schäden.

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Nach dem heftigen Erdbeben Mexiko ist die Zahl der Toten auf mehr als 60 gestiegen. Etwa 200 wurden verletzt. Soldaten, Polizisten und Helfer lieferten sich einen Wettlauf mit der Zeit, um Überlebende des Bebens im Süden des Landes zu finden. Am stärksten betroffen war der Bundesstaat Oaxaca, wo nach jüngsten Angaben mindestens 45 Menschen ums Leben kamen. Zahlreiche Häuser waren eingestürzt.

"Es war ein zerstörerisches Beben", sagte Präsident Enrique Peña Nieto bei einem Besuch im Katastrophengebiet im Süden des Landes. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Die Streitkräfte verlegten rund 1.800 Soldaten in die Katastrophenregion. Es wurden Sammelstellen für Lebensmittel und Kleiderspenden eröffneten. "Das Wichtigste ist die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln. Außerdem müssen die Betroffenen medizinisch versorgt werden", sagte Nieto.

Mehr als 260 Nachbeben

In Juchítan in Oaxaca "brachen einige Häuser zusammen und begruben die Bewohner unter sich", sagte Nothilfekoordinator Luis Felipe. Die 100.000-Einwohner-Stadt bot mit abgedeckten Gebäuden, verschütteten Autos, eingestürzten Mauern, Scherben und Betontrümmern auf den Straßen ein verheerendes Bild. Das Rathaus war vollkommen zerstört. Allein hier wurden bislang 17 Leichen geborgen, doch liege die Zahl der Toten vermutlich "zwischen 30 und 40", sagte Gouverneur Alejandro Murat.

In Tabasco kamen zwei Kinder ums Leben: Eines wurde von einer einstürzenden Wand erschlagen; ein Säugling, der an ein Beatmungsgerät angeschlossen war, starb durch einen von dem Erdbeben ausgelösten Stromausfall. Mehr als 260 Nachbeben erschütterten die Region im Laufe des Tages.

Erschütterungen noch in der Hauptstadt zu spüren

Mit einer Stärke von 8,2 war es das stärkste Beben in Mexiko seit fast 100 Jahren. Es überraschte Millionen Menschen im Schlaf. Das Zentrum lag rund hundert Kilometer vor der südlichen Pazifikküste. Für die Küsten mehrerer Länder in der Region wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben, die allerdings nach einigen Stunden wieder aufgehoben wurde.

Die Erschütterungen waren selbst in der Hauptstadt Mexiko-Stadt zu spüren, die rund 800 Kilometer entfernt liegt. Dort liefen zahlreiche Menschen in Panik auf die Straßen, als sie die Alarmsirenen für die Erdbebenwarnung hörten. In Mexiko treffen fünf tektonische Platten zusammen. Ihre Verschiebungen haben zur Folge, dass das Land zu den Gebieten der Erde gehört, in denen die stärksten Erschütterungen auftreten.

Während im Südosten des Landes die Aufräumarbeiten liefen, traf im Golf von Mexiko Hurrikan "Katia" im Bundesstaat Veracruz auf Land. Der Sturm der Kategorie 1 könnte Behörden zufolge Erdrutsche und Überschwemmungen verursachen. Derzeit befinden sich drei Wirbelstürme über dem Atlantischen Ozean. Der stärkste Hurrikan ist "Irma", er nimmt derzeit Kurs auf Florida.

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