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Zahl der Toten steigt - Mexiko: Trümmerberge nach dem Beben

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Mit teils bloßen Händen suchen Rettungskräfte in den Trümmern nach Überlebenden. Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko steigt die Zahl der Toten. Hunderte verloren ihre Bleibe. In den betroffenen Regionen fehlt es am Nötigsten.

Wirbelsturm „Katia“ hat im Osten von Mexiko mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Im Süden des Landes wird noch mit den Folgen des schweren Erdbebens gekämpft, bei dem mindestens 65 Menschen ums Leben gekommen sind.

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Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Toten auf mindestens 90 gestiegen. Rettungskräfte suchten teilweise mit den Händen in den Trümmern nach Überlebenden. Viele Anwohner trauten sich nicht in ihre Häuser zurück, da sie angesichts der schlechten Zustände der Gebäude befürchteten, dass diese bei Nachbeben einstürzen könnten. Viele Menschen sind obdachlos geworden.

"Die Kraft der Natur mag zerstörerisch sein, aber die Kraft der Einheit und der Solidarität der Mexikaner sind weitaus größer", sagte Staatspräsident Enrique Peña Nieto nach einem Besuch im Katastrophengebiet im Süden des Landes. Er versprach schnelle Hilfe. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

"Wir stehen auf der Straße"

Am schlimmsten traf es die 98.000-Einwohner-Stadt Juchitán. "Unsere Häuser sind zerstört, wir stehen auf der Straße", sagte der 55-jährige Noel Martínez. "Wir brauchen Wasser, Essen und einen Platz, wo wir bleiben können." Schuttberge prägen das Bild.

Nachdem das historische Rathaus eingestürzt war, zog ein Mann die mexikanische Flagge aus dem Schutt, knüpfte sie an eine Stange und pflanzte sie auf den Trümmerberg. "In den schwierigsten Momenten zeigen sich Mexiko und die Mexikaner von ihrer besten Seite", meinte dazu Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong.

Zusätzlich noch Sturm

Das Zentrum des Bebens der Stärke 8,2 lag im Pazifik, 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas. Es gilt mit einem Beben 1932 als stärkstes je gemessenes in Mexikos Geschichte. Rund 50 Millionen Menschen spürten die heftigen Erdstöße in der Nacht zum Freitag, auch in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Zeitweise waren rund 1,5 Millionen Menschen ohne Strom.

Erschwerend hinzu kamen die Folgen des Sturms "Katia", der am Samstag in Mexiko auf Land getroffen war. Zwar schwächte er sich danach massiv ab, hinterließ aber trotzdem 70.000 Menschen im am stärksten betroffenen Bundesstaat Veracruz ohne Strom. Zwei Menschen starben bei Erdrutschen und angesichts starker Regenfälle wurden weitere befürchtet.

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