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Türkei startet Vergeltungsangriff

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Nach Tötung von Soldaten - Türkei startet Vergeltungsangriff

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Türkische Soldaten geraten in Syrien unter Beschuss, die Vergeltungsmaßnahme folgt prompt - es gibt Opfer auf beiden Seiten.

Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Quelle: -/Pool Presidential Press Service/AP/dpa

Nach der Tötung mehrerer türkischer Soldaten in Syrien hat die Türkei einen Vergeltungsangriff im Nordwesten des Bürgerkriegslandes gestartet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, dabei seien bislang 30 bis 35 syrische Kämpfer "außer Gefecht gesetzt" worden. Das kann etwa getötet oder verletzt bedeuten.

Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge kamen bei den türkischen Angriffen 13 Soldaten der syrischen Regierung ums Leben.

Idlib ist nach fast neun Jahren Bürgerkrieg in Syrien das letzte große Rebellengebiet. Kontrolliert wird es von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Die syrische Armee, die unter anderem von Russland unterstützt wird, hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten des Landes begonnen. Die Türkei steht auf Seite der Rebellen und unterhält zwölf Militärposten in der Region.

Die Türkei habe die Soldaten zur Verstärkung geschickt, sie seien trotz Bekanntgabe der Koordinaten beschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Erdogan sagte weiter, man könne einen solchen Angriff nicht unbeantwortet lassen und die Türkei werde Rechenschaft dafür verlangen. "Diejenigen, die die Entschlossenheit der Türkei mit dieser Art niederträchtiger Angriffe auf die Probe stellen, werden begreifen, dass sie einen großen Fehler begangen haben." An Russland gerichtet mahnte er: "Ihr solltet uns nicht im Wege stehen."

Das russische Militär stellte den Vorfall am Montag anders dar: Es teilte mit, die türkische Seite habe die Russen nicht über ihre Bewegungen informiert. Dabei seien sie unter Beschuss der syrischen Regierungstruppen gekommen, die gegen "Terroristen" westlich des Orts Sarakib in Idlib vorgehen wollten.

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