Sie sind hier:

Vor Konstituierung des Bundestags - Nahles: Stühlerücken der SPD nicht überbewerten

Datum:

"Wir haben eine sehr schwere Wahlniederlage erlebt. Dass es da ein Neusortieren braucht, ist ganz normal", sagt SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles im ZDF. Daher solle das Stühlerücken in ihrer Partei bei der Besetzung von Führungspositionen nicht überbewertet werden.

"Wir haben eine sehr schwere Wahlniederlage erlebt, dass es da Neusortieren braucht, ist ganz normal", sagt SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles. Bei der Personaldebatte würden Frauen berücksichtigt.

Beitragslänge:
5 min
Datum:

"Ich würde sagen, das kriegen wir ganz schnell wieder auf die Reihe", sagte Nahles im ZDF morgenmagazin. Nach einer solchen Wahlniederlage sei es normal, wenn man sich erst einmal neu sortieren und zusammenraufen müsse.

Klingbeil "hervorragend geeignet"

Nahles sagte mit Blick auf die Kritik, bei der SPD seien zu wenige Frauen in Spitzenpositionen, dass es in den kommenden Wochen noch viele Ämter zu besetzen gebe. "Da werden wir ganz gewiss auch gute Frauen beteiligen."

Den neuen SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nannte sie "hervorragend geeignet", um die Erneuerung der SPD voranzubringen. Dass der bisherige Fraktionschef Thomas Oppermann in der Fraktion mit nur gut 61 Prozent für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten nominiert wurde, nannte sie ein ehrliches Ergebnis, mit dem Oppermann gut leben könne.

Nahles lehnt Glasers "Mätzchen" ab

Nahles signalisierte, dass der Kandidat der AfD für das Amt eines der Bundestagsvizepräsidenten Albrecht Glaser nicht mit Stimmen aus der SPD rechnen könne. Glaser habe es trotz eines Briefes der SPD vor zwei Wochen versäumt, seine Äußerungen, in denen er die Religionsfreiheit für Muslime in Abrede gestellt hatte, zu korrigieren. Wenn Glaser stattdessen am Montagnachmittag ein Gesprächsangebot gemacht habe, so seien das nichts anderes als "Mätzchen".

"Wir wollen dass das Grundgesetz in Deutschland gilt", sagte Nahles mit Blick auf das Thema Religionsfreiheit. Ein Vizepräsident des Bundestages müsse in besonderer Weise dafür stehen. Das aber tue Glaser nicht. Auch viele Politiker aus anderen Parteien wollen den AfD-Politiker nicht als Bundestagsvizepräsident wählen.

Schäubles Wahl gilt als sicher

Der Bundestag tritt am Dienstag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Dabei wird voraussichtlich der bisherige Finanzminister Wolfgang Schäuble zum neuen Bundestagspräsidenten gewählt. Ihm sollen sechs Vizepräsidenten zur Seite gestellt werden, wobei auch die AfD als eine der Bundestagsfraktionen im Grundsatz Anspruch auf eine Vertretung im Präsidium hat.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.