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Nasa-Sonde "InSight" - Erstmals Mars-"Beben" registriert

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Es ist ein Rumpeln, das klingt wie sanfter Wind: Für Weltraumforscher sind die Aufnahmen der "InSight"-Sonde auf dem Mars bahnbrechend.

Auf dem Mars hat die Nasa-Sonde "InSight" Erschütterungen an der Oberfläche gemessen. Forscher werten das als ersten Beweis für seismische Aktivitäten auf dem Planeten.

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Das Wind- und Wärmeschild der Nasa-Sonde «InSight».
Das Wind- und Wärmeschild der Nasa-Sonde «InSight».
Quelle: Uncredited/NASA/JPL-Caltech/AP/dpa

Die Nasa-Sonde "InSight" hat erste Hinweise auf seismische Aktivität auf dem Mars geliefert. Das Landegerät registrierte ein Rumpeln - Forscher gehen davon aus, dass damit erstmals ein Beben auf dem Roten Planeten festgestellt wurde. Das Rumpeln in der Aufnahme hört sich wie ein sanfter Wind an, doch stammt es laut Experten vom Mars selbst.

Das Seismometer von "Insight" registrierte das schwache Signal schon am 6. April. Am Dienstag gaben die Wissenschaftler die Erkenntnisse bekannt.

Die Experten sprachen bereits von einem Meilenstein. "Wir haben bisher Hintergrundgeräusche gesammelt, doch dieses Ereignis markiert offiziell den Beginn eines neuen Forschungsfeldes: Der Erdbebenkunde des Mars!", sagte "InSight"-Experte Bruce Banerdt. "Wir haben seit Monaten auf ein Signal wie dieses gewartet", freute sich Philippe Lognonne, ein Erdbebenspezialist am französischen Physikinstitut Institut de Physique du Globe de Paris (IPGP). "Es ist so aufregend, endlich einen Beweis zu haben, dass der Mars immer noch seismisch aktiv ist."

Mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten soll "InSight" für mindestens zwei Jahre das Innere des Mars erforschen und dabei vor allem mehr über dessen Aufbau und die Dynamik unter seiner Oberfläche in Erfahrung bringen. "InSight" ("Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport") ist ein 360 Kilogramm schwerer Roboter, der nicht rollt, sondern an einem Ort bleibt. Im Dezember hatten zwei Sensoren der Sonde laut Nasa Geräusche von Winden auf dem Roten Planeten eingefangen. Die "InSight"-Mission kostet rund 650 Millionen Euro.

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