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Französischer Nationalfeiertag - Jetzt live: Militärparade in Paris

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Frankreich begeht heute seinen Nationalfeiertag mit einer Militärparade in Paris. Präsident Emmanuel Macron hat zu diesem Anlass seinen amerikanischen Amtskollegen eingeladen. Erinnert werden soll dabei auch an die Opfer des Anschlags von Nizza.

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Am 14. Juli feiert ganz Frankreich den Nationalfeiertag - wie in jedem Jahr mit einer Militärparade auf den Champs-Élysées, Volksfesten und Feuerwerken. Eingeführt wurde der Feiertag 1880. Er soll an zwei wichtige Daten der französischen Geschichte erinnern: Zum einen an den "Sturm auf die Bastille". Damals eroberten Aufständische das königliche Gefängnis in Paris. Der Tag wurde später zum Symbol der Französischen Revolution und läutete das Ende des Absolutismus in Frankreich ein.

Gefeiert wird aber auch der erste Jahrestag dieses Ereignisses - das Föderationsfest, bei dem die Abgeordneten aller Departments und tausende Franzosen zusammenkamen, um sich feierlich zu versöhnen. Zugleich der Tag, an dem König Ludwig XVI. den Eid auf die Verfassung schwor und die Worte "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" zum universellen Wert der französischen Bevölkerung wurden.

Feier mit Militärparade und Feuerwerk

Traditionell beginnt der Tag mit einer Militärparade auf den Champs-Élysées – eingerahmt von einem Meer aus blau-weiß-roten Fahnen. Frankreichs Präsident fährt als erster den Boulevard entlang, um das Volk zu begrüßen. Der Parade wohnt er dann auf einer Ehrentribüne bei - gemeinsam mit seinen Gästen, darunter zahlreiche Staatsoberhäupter aus der ganzen Welt.

Als einziges großes westliches Land lässt Frankreich an seinem Nationalfeiertag noch Truppen paradieren und Fliegerstaffeln im Formationsflug über Staatsgäste hinwegdonnern. Frankreichs ehemaliger Präsident Nicolas Sarkozy lud in seinem ersten Amtsjahr 2007 Truppenverbände aus allen EU-Staaten zu den Feierlichkeiten ein. 2008 gewann er UN-Friedenstruppen und Kampfflugzeuge aus anderen EU-Staaten für eine Teilnahme.

Eine weitere wichtige Tradition: das große Feuerwerk am Eifelturm. Jedes Jahr werden von den Trocadéro-Gärten und teilweise auch vom Eifelturm selbst Feuerwerkskörper gezündet. Ganz Paris versammelt sich dann auf den öffentlichen Plätzen, um gemeinsam zu feiern. Aber auch in anderen Städten finden am 14. Juli Feierlichkeiten statt. Selbst die kleinsten Dörfer veranstalten einen Ball - den "bal des pompiers" oder "bal populaire" - wo gemeinsam gegessen und getanzt wird. Den Abschluss bildet auch hier ein großes Feuerwerk.

Nationalfeiertag im Gedenken an Nizza

In diesem Jahr wird auch US-Präsident Donald Trump auf Einladung von Frankreichs neuem Präsidenten Macron an der Militärparade teilnehmen. Beide Spitzenpolitiker hatten sich bereits im Mai am Rande des NATO-Gipfels in Brüssel getroffen und mit ihrem kräftigen Handschlag für Aufsehen gesorgt. Das Weiße Haus teilte mit, Trump freue sich darauf, die engen und freundschaftlichen Beziehungen mit Frankreich auszubauen, diesen wichtigen Tag mit dem französischen Volk zu feiern und dabei auch an den 100. Jahrestag des Eintritts der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg zu erinnern. Daneben wollen die zwei Präsidenten auf ihrer starken Kooperation im Anti-Terrorkampf und ihrer wirtschaftlichen Partnerschaft aufbauen.

Der Nationalfeiertag steht in diesem Jahr aber auch im Zeichen der Trauer, denn in diesem Jahr ist der 14. Juli nicht nur Jahrestag des Sturms auf die Bastille. Es jährt sich auch zum ersten Mal der Anschlag von Nizza. Damals hatte ein islamistischer Attentäter einen Lkw in eine Menschenmenge an der Promenade gesteuert. Mindestens 86 Menschen kamen ums Leben, über 200 wurden verletzt. In Nizza soll der Nationalfeiertag daher ruhig gefeiert werden. Ein Feuerwerk zum Nationalfeiertag, so wie in den vergangenen Jahren, wird es laut Nizzas Bürgermeister in diesem Jahr nicht geben. "Der 14. Juli sollte dement der Erinnerung und Würdigung der Opfer sein", sagte Christian Estrosi, der französischen Zeitung L´Express

Und so wird in Zukunft am 14. Juli nicht mehr nur an zwei, sondern an drei Daten erinnert werden, die Frankreichs Geschichte nachdrücklich geprägt haben.

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