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Brasiliens Kulturschatz zerstört - Nationalmuseum in Rio de Janeiro ausgebrannt

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Lichterloh brennt eines der wichtigsten Museen in Rio de Janeiro: Ein Großbrand hat das Nationalmuseum fast vollständig zerstört. "Ein tragischer Tag", sagte Staatschef Temer.

Ein verheerender Brand hat große Teile des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro zerstört. Es war das älteste Museum Brasiliens und eines der wichtigsten in ganz Südamerika.

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Ein verheerender Großbrand hat das Nationalmuseum in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro heimgesucht. Am späten Sonntagabend stand das 200 Jahre alte Gebäude im Norden der Stadt komplett in Flammen, wie auf Bildern zu sehen war. Feuerwehrleute versuchten, das Feuer zu bändigen und Artefakte zu retten. Das Museum hat Gegenstände aus Ägypten, griechisch-römische Kunst und einige der ersten in Brasilien entdeckten Fossilien beherbergt.

In einer Mitteilung erklärte das Museu Nacional do Brasil, das Feuer sei gegen halb acht am Abend ausgebrochen. Verletzte seien vorerst nicht gemeldet worden; die Flammen hätten das Gebäude nach den Öffnungszeiten erfasst. Zur Brandursache war zunächst nichts bekannt.

"Ein tragischer Tag für Brasilien"

"Heute ist ein tragischer Tag für Brasilien", erklärte der brasilianische Staatschef Michel Temer. "200 Jahre Arbeit und Forschung und Wissen sind verloren." Auch Paolo Knauss, Direktor eines anderen brasilianischen Museums, zeigte sich im Fernsehen entsetzt. Der Brand sei "eine Tragödie für die Kultur", sagte der Direktor des Museums für Nationalgeschichte im Sender TV Globo.

Das Nationalmuseum in Rio de Janeiro ist eines der ältesten Museen in Brasilien. Es wurde 1818 eröffnet und gilt als eines der wichtigsten des Landes. Es beherbergt Artefakte aus Ägypten, griechisch-römische Kunst und einige der ersten in Brasilien entdeckten Fossilien. Der Vizedirektor des Museums, Luiz Fernando Dias Duarte, sagte dem Fernsehsender Globo News, das Museum sei chronisch unterfinanziert gewesen. "Jeder will jetzt Unterstützung bekunden. Wir hatten nie angemessene Unterstützung."

Aufruf zum Wiederaufbau

Der Bürgermeister von Rio, Marcelo Crivella, rief das gesamte Land zum Wiederaufbau des Museums auf. "Es ist eine nationale Verpflichtung, es aus der Asche wiederaufzubauen, jedes unsterbliche Detail in Bildern und Fotografien wiederherzustellen. Auch wenn es sich nicht um Originale handelt, sie erinnern uns an die Unabhängigkeit, die uns die royale Familie gab, das (portugiesische) Kolonialreich und die erste Verfassung und die nationale Einheit."

Auf die finanziellen Bürden öffentlicher Einrichtungen ging auch die Präsidentschaftskandidatin Marina Silva ein. Aufgrund der Finanzprobleme der vergangenen drei Jahre, die die Universität von Rio und andere Hochschulen gehabt hätten, sei eine Tragödie wie nun diese leider vorhersehbar gewesen, twitterte sie. Brasilien bemüht sich, aus seiner schwersten Rezession seit Jahrzehnten zu finden. Besonders hart ist der Staat Rio de Janeiro getroffen, er leidet unter dem fallenden Ölpreis, Misswirtschaft und massiver Korruption.

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