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Auszählung der Briefwahlstimmen - Österreich: Knappes Rennen um Platz 2

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Die Konservativen in Österreich haben die Wahl klar gewonnen. Unklar ist aber noch, wer zweitstärkste Kraft hinter der ÖVP wird. Und haben die Grünen den Einzug in den Nationalrat geschafft? Entscheidend sind nun die fast 890.000 Briefwahlstimmen - deren Auszählung dauert aber noch an.

In Österreich brachten die Wahlen einen klaren Rechtsruck. Stärkste Kraft, mit großen Zugewinnen, ist die konservative ÖVP. Kanzler wird wohl der erst 31-jährige Parteichef Sebastian Kurz. Er könnte mit der ebenfalls erstarkten, rechtspopulistischen FPÖ …

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Unklar ist bisher, ob die sozialdemokratische SPÖ des bisherigen Kanzlers Christian Kern oder die rechtspopulistische FPÖ auf den zweiten Platz kommt. Nach einer Hochrechnung des Sora-Instituts, die eine Schätzung für die Briefwahlstimmen berücksichtigt, hat die SPÖ leicht die Nase vorn. Aber auch für kleinere Parteien wie die Grünen könnten die fast 890.000 Wahlkarten die entscheidende Wende für einen Verbleib oder Auszug aus dem Nationalrat bringen.

Grüne zittern

Der überwiegende Teil der Wahlkarten soll am Montagabend ausgezählt sein. Der Rest folgt am Donnerstag. Erst danach wird das endgültige Ergebnis feststehen. Traditionell schneidet die FPÖ bei den Briefwahlstimmen schwächer ab.

Der Hochrechnung des Sora-Instituts kommt die ÖVP auf 31,6 Prozent. Die SPÖ liegt demnach bei 26,9 und die FPÖ bei 26 Prozent. Die Grünen verfehlen mit 3,9 Prozent bisher knapp die Vier-Prozent-Hürde und wären damit nicht mehr im Parlament. Der ehemalige Grüne Peter Pilz, der erstmals mit einer eigenen Liste antrat, schafft indes mit 4,3 Prozent auf Anhieb den Einzug. Die liberalen Neos kommen der Erhebung zufolge auf 5,1 Prozent.

Koalition von ÖVP und FPÖ wahrscheinlich

Traditionell bekommt der Spitzenkandidat der stärksten Partei vom Bundespräsidenten den Auftrag zur Regierungsbildung. Als wahrscheinlichstes Regierungsszenario galt eine Koalition von ÖVP und FPÖ, die im Wahlkampf einen ähnlich scharfen Kurs gegen Einwanderer vertreten hatten.

Der bisherige Außenminister Kurz regiert bislang mit der SPÖ in einer Koalition unter Bundeskanzler Christian Kern. Kurz hat seine Partei weiter nach rechts gerückt, insbesondere bei den Themen Migration und Muslime. Wie die FPÖ forderte er einen verbesserten Schutz der Grenzen und die schnelle Abschiebung abgelehnter Asylbewerber.

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