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Nationalratswahl - Österreich wählt einen neuen Kanzler

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Österreich wählt heute ein neues Parlament. Nach dem langen und schmutzigen Wahlkampf haben viele Österreicher genug vom Wahlkampf. Mit dem konservativen Favoriten Sebastian Kurz könnte ein 31-Jähriger Österreichs nächster Kanzler werden.

Dreikampf ums Kanzleramt in Österreich: Kurz, Kern oder Strache? Die Wahl könnte eine Zeitenwende einläuten. Denn dass die Rechtspopulisten mit Heinz-Christian Strache im Bund mitregieren könnten, gilt als wahrscheinlich.

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Mit der Wahl am 15. Oktober werden der neue Nationalrat und ein neuer Bundeskanzler gewählt. Nach einem durch Zerwürfnisse innerhalb der Koalition langgezogenen Wahlkampf, der als schmutzigster in der demokratischen Geschichte des Landes gilt, fällt nun die Richtungsentscheidung: Soll das Land wie fast durchgehend seit 1945 nach dem altvertrauten Schema einer großen Koalition zwischen den Sozialdemokraten (SPÖ) und der Volkspartei (ÖVP) regiert werden? Oder beteiligt sich die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FPÖ) im Rahmen eines Bündnisses mit der ÖVP wie bereits 2000 bis 2005 an der Regierung?

Schwere Verluste werden den Sozialdemokraten (SPÖ) unter Christian Kern (51) vorausgesagt, nachdem im Wahlkampf die vom SPÖ-Wahlkampfteam systematisch betriebene Facebook-Schmierkampagne gegen Kurz aufflog. Davon profitiert voraussichtlich vor allem die FPÖ und deren Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache (48), mit dem sich die SPÖ im Wahlkampf ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei lieferte. Da die FPÖ die SPÖ deutlich überholen könnte, rechnen die meisten Beobachter damit, dass die derzeitige rot-schwarze Koalition zwischen SPÖ und ÖVP durch ein schwarz-blaues Bündnis zwischen ÖVP und FPÖ abgelöst wird.

Kleine Parteien mit schwerem Stand

Relativ knapp an der Einzugsgrenze von vier Prozent werden voraussichtlich die Grünen unter ihrer Spitzenkandidatin, der Europaparlamentsabgeordneten Ulrike Lunacek (60), die Neos unter Matthias Strolz (44) sowie der Grünen-Abtrünnige Peter Pilz (63), der mit einer eigenen Liste antritt, liegen.

Die Umfrageergebnisse sind laut Experten mit großer Vorsicht zu genießen, zumal die meisten Daten vor dem Bekanntwerden der Schmierkampagne erhoben wurden. Während die ÖVP in den meisten Umfragen auf über 30 Prozent kommt, bleibt die SPÖ deutlich unter der 30-Prozent-Marke. Die FPÖ vereint etwa 25 Prozent der Wähleroptionen auf sich.

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