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Schweizer haben gewählt - Grüne legen zu - SVP bleibt stärkste Kraft

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Die Grünen haben bei der Schweizer Parlamentswahl zugelegt. Das zeigt die erste Hochrechnung. Die rechtskonservative SVP verliert demnach Stimmen, bleibt aber stärkste Kraft.

Stimmabgabe im Wahllokal
Stimmabgabe im Wahllokal
Quelle: ap

Bei der Parlamentswahl in der Schweiz hat sich am Sonntag ein klarer Rutsch Richtung grün abgezeichnet. Laut Hochrechnung kommen die Grünen 13,0 Prozent. Damit wären die Grünen nun viertstärkste Kraft im Schweizer Nationalrat. Bei der letzten Wahl kamen die Schweizer Grünen nur auf 7,1 Prozent. Sie können also mit einem Plus von fast sechs Prozentpunkten rechnen.

Zudem schaffte ein grüner Politiker im bislang stets konservativ wählenden Kanton Glarus eine kleine Sensation: Mathias Zopfi schaffte überraschend den Sprung in die kleinere Parlamentskammer, den Ständerat. Er stieß den amtierenden SVP-Vertreter vom Sockel, wie zwei Stunden nach Auszählung der ersten Wahlresultate feststand. In Basel-Stadt wackelte ein SVP-Sitz in der größeren Kammer, dem Nationalrat, weil die Grünen vermutlich rund acht Prozent zulegten. Auch in Genf legten die Grünen auf Kosten der Konservativen deutlich zu. Die Grünliberalen legten ebenfalls zu - und kommen laut Hochrechnung auf 7,9 Prozent (plus 3,3 Prozentpunkte).

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Die rechtskonservative SVP war vielerorts auf der Verliererstraße, auch, wenn sie mit Abstand wählerstärkste Partei bleiben dürfte. Die Hochrechnung sieht die Partei bei 25,8 Prozent. Bei der letzten Wahl 2015 kam die SVP noch auf 29,4 Prozent.

Wahlergebnis dürfte Regierungsarbeit kaum beeinflussen

Das Wahlergebnis dürfte auf die Regierung dennoch kaum Auswirkungen haben. Die Schweiz wird seit 60 Jahren praktisch von den gleichen vier größten Parteien regiert. Die Regierungsgeschäfte führt ein siebenköpfiger Bundesrat im Konsens. Die Stärke einer Partei wird im Bundesrat üblicherweise erst nach zwei Wahlen in Folge mit starkem Stimmenzuwachs angepasst. So war es bei der SVP, die ihren Wähleranteil zwischen 1995 und 2003 bei zwei Wahlen fast verdoppelte, ehe sie auf Kosten einer christlichen Mittepartei einen zweiten Sitz im Bundesrat bekam.

Neu besetzt wurden die 200 Sitze im Nationalrat und die 46 Sitze im Ständerat. Wahlberechtigt waren knapp 5,4 Millionen Bürger. Die Wahlbeteiligung lag aber zuletzt unter 50 Prozent. Politologen erklären das damit, dass die Schweizer mindestens vier mal im Jahr bei Volksabstimmungen ihre Meinung sagen können.

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