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Nato-Generalsekretär Stoltenberg - "Russen sind schuld am Auslaufen des INF-Vertrags"

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Der INF-Vertrag war ein Meilenstein der Abrüstung. Nun sind die USA und Russland ausgestiegen. Nato-Chef Stoltenberg gibt im ZDF den Russen die Schuld am Auslaufen des Vertrags.

Sehen Sie hier das Interview mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Beitragslänge:
5 min
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"Wir wollen, dass Russland sich verantwortungsvoll verhält und nicht den Vertrag verletzt, aber das haben sie immer wieder getan", sagt Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg im ZDF-Interview zum Auslaufen des INF-Vertrages.

Die Amerikaner und die Nato werfen den Russen konkret vor, mit ihren Waffen vom Typ 9M729 (Nato-Code: SSC-8) gegen den Vertrag verstoßen zu haben, weil sie weiter fliegen als erlaubt. Moskau bestreitet dies und beteuert, vertragstreu gewesen zu sein.

Im ZDF-Interview betont der Nato-Generalsekretär: Die neuen russischen Raketen seien "schwer auszumachen" und könnten "europäische Städte innerhalb von Minuten erreichen". Sie würden laut Stoltenberg im Falle eines bewaffneten Konflikts "die Schwelle der Gefährdung" absenken. "Genau das ist der Grund, warum wir so beunruhigt sind angesichts dieser anhaltenden Vertragsverletzung durch Russland", sagt der Nato-Generalsekretär.

Stoltenberg: Russen "sind Schuld am Auslaufen des Vertrages"

Zum neuen russischen Vorschlag eines Moratoriums des Vertrages sagte Stoltenberg im heute journal: "Der russische Vorschlag eines Moratoriums entbehrt jedweder Glaubwürdigkeit." Russland habe seit Jahren den INF-Vertrag verletzt.

"Wenn sie den Vertrag umgestalten wollen, brauchen sie sich nur mit uns hinzusetzen und Veränderungen auszuhandeln", sagt der Nato-Generalsekretär über den russischen Vorschlag. "Aber sie verletzen den Vertrag und sind damit nicht mehr verantwortungsvoll und sind schuld am Auslaufen des Vertrages."

Auf die Frage von Claus Kleber, wer für den Zusammenhalt der Nato die größere Gefahr sei, Putin oder Trump, verweist Stoltenberg auf einen großen Zusammenhalt innerhalb der 29 Nato-Partner. "Eine starke Nato ist gut für Europa, aber auch für die Vereinigten Staaten. Deswegen bin ich so zuversichtlich, dass Europa und die Staaten natürlich sehr engagiert bleiben in der Nato", sagt Stoltenberg im ZDF.

Sehen Sie das ganze Interview oben zum Beginn dieses Beitrages als Video.

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