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Anti-IS-Koalition - Nato zieht Teil ihrer Soldaten aus Irak ab

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Die Lage im Irak wird nun auch der Nato zu unsicher. Das Militärbündnis zieht einen Teil seiner Soldaten aus dem Land ab. Das bestätigte ein Sprecher dem ZDF.

Archiv: Vorplatz des Nato-Hauptquartiers in Brüssel.
Vorplatz des Nato-Hauptquartiers in Brüssel.
Quelle: dpa

Nach der Bundeswehr zieht wegen der Spannungen im Nahen Osten nun auch die Nato einen Teil ihrer Soldaten zeitweise aus dem Irak ab. Das bestätigte ein Sprecher des Militärbündnisses am Dienstag dem ZDF in Brüssel. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Die Erklärung des Nato-Sprechers im Wortlaut:

"Bei allem, was wir tun, steht die Sicherheit unseres Personals an erster Stelle. Deshalb haben wir unsere Ausbildung vor Ort vorübergehend ausgesetzt, und treffen alle notwendigen Vorkehrungen zum Schutz unserer Mitarbeiter. Dazu gehört auch die vorübergehende Verlegung einiger Mitarbeiter an andere Standorte innerhalb und außerhalb des Irak. Die Nato ist im Irak weiterhin präsent. Und wir sind bereit, unsere Ausbildung und den Aufbau von Kapazitäten fortzusetzen, wenn es die Lage erlaubt. Die Nato ist dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus stark verpflichtet. Um die Sicherheit unseres Personals vor Ort zu gewährleisten, können wir nicht auf operative Details eingehen."

Karte: Iran - Irak - Syrien
Quelle: ZDF

Spannungen verstärkt

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte die Bedeutung der Nato-Irak-Mission im Kampf gegen den IS zuvor unterstrichen. Im Gespräch mit Iraks Regierungschef Adel Abdel Mahdi habe der Norweger betont, dass sich die Alliierten dem derzeit ausgesetzten Ausbildungseinsatz im Irak sehr verpflichtet fühlten und dieser dabei helfe, eine Rückkehr der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu verhindern, sagte Nato-Sprecher Piers Cazalet am Dienstag.

Die Nato bildet seit Anfang 2017 im Irak Sicherheitskräfte aus. Der Einsatz umfasste zuletzt rund 500 Soldaten, die meisten aus Kanada. Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Tagen dramatisch verstärkt. Grund war die Tötung des iranischen Generals Soleimani in der Nacht zum Freitag durch einen gezielten US-Drohnenangriff im Irak. Der Iran hatte daraufhin Vergeltung angekündigt.

Das irakische Parlament forderte seinerseits, dass die ausländischen Truppen das Land verlassen müssten, die dort vor allem wegen des US-geführten Einsatzes gegen die Dschihadistenmiliz IS stationiert sind. Irakische Soldaten wurden von der Nato bisher insbesondere in der Entschärfung von Sprengsätzen, der Instandhaltung und medizinischer Versorgung geschult. Zudem berät die Nato das irakische Verteidigungsministerium und andere Sicherheitsbehörden.

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