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Neuer Präsident - El Salvadors neue Hoffnung: Nayib Bukele

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Gegen Korruption und Gewalt will Nayib Bukele kämpfen: Mit diesen Versprechen hat der 37-Jährige die Präsidentenwahl in El Salvador gewonnen. Nur: Ihm sind die Hände gebunden.

Nayib Bukele hat die Präsidentenwahl in El Salvador gewonnen. Eine der großen Herausforderungen für ihn ist die Bandenkriminalität. El Salvadors Gefängnisse sind voll.

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Im Wahlkampf warb er mit dem Kampf gegen Korruption und Gewalt - nun ist Nayib Bukele zum neuen Präsidenten von El Salvador gewählt worden. Bukele von der konservativen Großen Allianz der Nationalen Einheit (GANA) konnte nach dem vorläufigen Endergebnis 53 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, wie die Wahlkommission auf Twitter mitteilte. Der ehemalige Bürgermeister der Hauptstadt San Salvador löst den linken Präsidenten des Landes, Salvador Sánchez Serén, ab. Mit 37 Jahren wird Bukele der bislang jüngste Staats- und Regierungschef des mittelamerikanischen Landes.

Bukele ohne Mehrheit im Parlament

"Wir können mit ganzer Sicherheit bekanntgeben, dass wir die Präsidentschaft in der ersten Runde gewonnen haben", wurde Bukele von seiner Partei auf Twitter zitiert. Er hatte sich gegen den von der rechten Partei Arena aufgestellten Unternehmer Carlos Calleja (42) sowie den ehemaligen Außenminister Hugo Martínez (51) von der regierenden Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) durchgesetzt. In den vergangenen Wahlen trugen FMLN und Arena das Rennen um Präsidentschaftsposten unter sich aus - kein Kandidat einer dritten Partei war stark genug, um das anzufechten.

Infokarte El Salvador
Quelle: ZDF

Eine ursprünglich für den 10. März angesetzte Stichwahl dürfte damit nicht mehr nötig sein. Die Amtsübernahme ist für den 1. Juni vorgesehen. Allerdings wird Bukele ohne Mehrheit im Parlament regieren müssen: Dort verfügt seine Partei über nur elf der insgesamt 84 Sitze, da das Parlament unabhängig vom Regierungschef gewählt wird. "Politische Analysten sagen, dass er praktisch keine Chance haben wird, großartig etwas auszurichten", sagte Inés Klissenbauer, Mittelamerika-Referentin für das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche (Adveniat).

Ohne Korruption, "reicht es für alle"

Neben der Bekämpfung von Korruption und Gewalt will Bukele sich für neue Stellen einsetzen, mit Großprojekten wie einem neuen Flughafen. "Er sagt, wenn nicht geklaut wird, wenn es keine Korruption im Land gibt, dann reicht es für alle. Er tritt für soziale Gerechtigkeit an. Allein sein Regierungsprogramm ist in vielen Punkten nicht eindeutig", so Adveniat-Referentin Klissenbauer.

El Salvador ist eines der ärmsten Länder Lateinamerikas. Nach Angaben der Weltbank lebte 2016 gut ein Drittel der Bevölkerung in Armut, rund zehn Prozent in extremer Armut. Bandenkriminalität macht den Menschen dort das Leben schwer. Der Staat mit rund 6,3 Millionen Einwohner hat eine der höchsten Mordraten der Welt. Jährlich fliehen Tausende Menschen in Richtung USA.

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