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Netzschau nach dem WM-Aus - "Was Historisches erlebt"

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"Ich bin nach dem Mauerfall geboren. Endlich mal was Historisches erlebt", zieht eine Twitternutzerin Bilanz. Und was sagt das Netz sonst so zum Aus für die deutsche Mannschaft?

Fußball-Fans beim Public Viewing am Brandenburger Tor in Berlin
Was sagen die rund 80 Millionen Bundestrainer in Deutschland zum historischen Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland? Quelle: reuters

Werfen wir einen kurzen Blick auf die offiziellen Akteure. "Deutschland verpasst das Achtelfinale." und "Herzlichen Glückwunsch an #SWE und #MEX zum Erreichen des Achtelfinales." Mehr kam gestern Abend nicht mehr über den DFB-Account "Die Mannschaft" per Twitter. Etwas konkreter wurde man da schon in der englischen Version: "Thank you for all your support during this campaign. We can only apologise that we failed to do it justice. No matter what, we always stay." Dank an alle Unterstützer, eine Entschuldigung und das Versprechen zu bleiben. Immerhin. Mats Hummels fasste es kurz und bündig so in seinem Tweet zusammen: "sorry..." Reicht eigentlich auch.

Eine Nation in Schockstarre?

Was sollen sie auch sonst sagen, diejenigen, die gestern mit hängenden Köpfen vom Platz geschlichen sind. Aufgearbeitet wird halt später – oder eben von den restlichen rund 80 Millionen Bundestrainern. Und da gibt es durchaus unterschiedliche Töne. Wobei: Ob nun unter den Hashtags #diemannschaft, #KORGER oder auch #keinemannschaft, irgendwie ist es verdächtig ruhig geblieben. Eine Nation in Schockstarre? Nicht mal mehr in der Lage, online innerhalb von Minuten allen Frust rauszuwürgen, wie man es sonst so gerne tut?

Zum ersten Mal in der WM-Geschichte ist das DFB-Team in der Vorrunde gescheitert. In einem schwachen Spiel verlor der Titelverteidiger 0:2 gegen Südkorea. Die deutschen Fans sind fassungslos.

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Klar, Seitenhiebe gegen Özil und Gündogan waren nach ihrem umstrittenen Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan erwartbar. So gibt es mehrere Tweets, die sich lesen wie dieser: "Özil ist schuld, weil der die Nationalhymne nicht mitgesungen hat." Bei anderen Nutzern klingt Humor durch, etwa bei Markus' Tweet: "Wenn ihr zum Eröffnungsspiel einen neuen Fernseher gekauft habt, läuft morgen die 14-tägige Rückgabefrist aus!!!". Müsste man mal in den einschlägigen Märkten testen, wie die Rücklaufquote tatsächlich aussieht.

Jogi raus? Zumindest die alternden Stars...

Und was ist mit der Trainerfrage? Natürlich wird der Ruf nach einem Rücktritt laut, zumal Löw gestern Abend ja selbst in den Raum gestellt hat, über das Thema nachzudenken. Aber ebenso ist Lob zu lesen für die gute Arbeit der vergangenen Jahre – oft verbunden mit dem immer wiederkehrenden Rat, sich doch endlich einfach mal von alternden Stars zu trennen. Und direkt wieder ein Schwenk: "Wenn man ganz leise ist und der Wind günstig steht, kann man die Holländer und die Italiener lachen hören", griff Tiiina (@eppescest) eine Zitattafel am späteren Abend auf Twitter auf. Schon wieder lächeln...

Erneut fallen die Reaktionen auf Twitter hier übrigens deutlich facettenreicher aus als auf Facebook, dem Hafen für Nörgler und... ach lassen wir das. Wenn User wie bei @ZDFheute posten: "Um eine Nationalmannschaft zu einem Turnier zu schicken, muss man erst einmal eine Nationalmannschaft haben, MIT NATIONALSTOLZ", dann mag man manchmal schon gar nicht mehr weiter lesen. Dabei lohnt es sich dann aber doch immer wieder durchzuhalten – so wie bis zu diesem Post von Hans Glück: "Verloren! Kein Wunder! Heute ist Siebenschläfertag!" Stimmt – und das Gute daran: Wir hatten wirklich prima Wetter. Und was sagt uns das? Das wird ein guter Sommer, auch ohne den Titel.

PS: Manchmal ist es vielleicht ganz gut, wenn man eine Fremdsprache nicht beherrscht. Portugiesisch zum Beispiel. Aber eigentlich muss man auch kein einziges Wort verstehen, um einen Eindruck davon zu bekommen, was für ein diebisches Vergnügen sich gestern in Brasilien breit gemacht hat. Neugierig? Hashtag #Alemanha bei Twitter. Ach, sollen sie sich einfach dieses Jahr mal freuen. Oder diesmal doch England? In zwei Wochen wissen wir mehr.

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