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Neue Analyse - Der Mond ist wohl doch nicht so trocken

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Wer auf dem Mond forschen möchte, muss eine Menge Wasser mitschleppen. Zumindest war das bislang die Annahme. Die ist nun vielleicht widerlegt: Einer neuen Analyse zufolge ist der Erdtrabant gar nicht so knochentrocken wie angenommen.

1969 setzte der erste Mensch seinen Fuß auf den Mond. Doch die erdabgewandte Seite des Mondes blieb bis heute unerforscht. In Sizilien trainieren Wissenschaftler für eine Mission, mit der sie die dunkle Seite des Mondes erforschen wollen.

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Der Mond besitzt viel mehr Wasser als gedacht. Das schließen zwei US-Forscher aus der Analyse von Daten der indischen Mondsonde "Chandrayaan-1". Der Mondmantel könnte demnach ähnliche Wasserkonzentrationen aufweisen wie der Erdmantel, schreiben Ralph Milliken von der Brown-Universität in Providence und Shuai Li von der Universität von Hawaii im Fachblatt "Nature Geoscience".

Bisher galt der Mond als knochentrocken

Lange Zeit galt der Erdtrabant als knochentrocken. Das hat mit seiner Entstehungsgeschichte zu tun. Die meisten Forscher gehen davon aus, dass der Mond durch die Kollision mit einem etwa marsgroßen Himmelskörper aus der jungen Erde herausgeschlagen wurde. Das Wasser kann die Hitze dieses Zusammenstoßes normalerweise nicht überlebt haben. Doch bereits 2008 waren Forscher in Mondproben der "Apollo"-Missionen auf Spuren von Wasser in kleinen vulkanischen Glaskügelchen gestoßen.

Mit einem aufwendigen Analyseverfahren konnten Milliken und Li nun in den Raumsondendaten nach der Signatur von Wasservorkommen über weite Teile der Mondoberfläche fahnden. Ergebnis: "Sie sind über die Oberfläche verteilt, was bedeutet, dass der Wasserfund in den "Apollo"-Proben keine einmalige Sache ist", erklärte Milliken. "Vulkanisches Auswurfmaterial auf dem Mond scheint allgemein wasserreich zu sein, was nahe legt, dass für den Mantel dasselbe gilt."

Woher das Mondwasser stammt, ist noch rätselhaft

"Die sich mehrenden Hinweise für Wasser im Mond legen nahe, dass das Wasser entweder doch irgendwie überlebt hat, oder dass es kurz nach der Kollision von Asteroiden oder Kometen mitgebracht wurde, bevor der Mond ganz erstarrt ist", erläuterte Li.

Die Wasservorkommen auf dem Mond könnten praktischen Nutzen für die Erforschung des Erdtrabanten haben, meinen die beiden Forscher. Immerhin enthalten die vulkanischen Kügelchen in den "Apollo"-Proben 0,5 Promille Wasser - und das könnte sich potenziell extrahieren lassen. "Alles, was künftigen Monderforschern erspart, Mengen von Wasser von zuhause mitzubringen, ist ein großer Schritt nach vorn", so Li.

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