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Neue "Star Wars"-Episode - Der Jedi ziert sich

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Luke Skywalker ist zurück - aber ganz der Alte ist er nicht mehr. Der Jedi-Meister soll Rebellin Rey die Geheimnisse der Macht beibringen. Europapremiere für "Die letzten Jedi".

Die Evakuierung der Rebellenbasis ist in vollem Gange, mehrere Sternenzerstörer tauchen am Himmel auf. Unter dem Kommando des finsteren General Hux sollen die gigantischen Raumschiffe endlich die letzten Anhänger des Widerstands vernichten. Doch es kommt natürlich anders. Mit dieser, einer bombastischen Schlacht startet "Die letzten Jedi", die achte Episode der "Star Wars"-Saga, die jetzt Europapremiere feiert.

Nach "Das Erwachen der Macht" setzt Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson die Geschichte um die Rebellen Rey, Finn und Poe Dameron fort, die gegen die dunkle "Erste Ordnung" und den Schurken Kylo Ren kämpfen. Und vierzig Jahre nach Beginn der "Star Wars"-Saga passiert das wohl Unvermeidliche: Die alte Riege der Helden macht allmählich Platz für eine neue Generation.

Skywalker im Exil

Mal abgesehen von Luke Skywalker: Der Held der klassischen Episoden IV bis VI ist inzwischen Jedi-Meister im Exil und nicht mehr ganz der Alte. Nachdem Rey den letzten Film damit verbracht hat, den Verschollenen zu suchen, erhofft sie sich jetzt, von ihm ausgebildet zu werden. Doch Skywalker will nach der missglückten Ausbildung seines Neffen Kylo Ren erstmal nichts mehr von der Macht und der Jedi-Religion wissen. Zu tief sitzt die Enttäuschung.

Für den Einstieg in die aktuelle Trilogie sorgte vor zwei Jahren Jeffrey Jacob Abrams - und mit "Das Erwachen der Macht" legte er die Latte hoch. Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson, der sich selbst als Fan der ersten Stunde bezeichnet, musste mit "Die letzten Jedi" nun nicht nur die Spannung halten, sondern zugleich Lust auf eine weitere Fortsetzung machen.

Die Kritik hat Kritik

Gelingt das? Kritiker finden, es dauere eine Weile, bis "Die letzten Jedi" nach der fulminanten Auftaktszene wieder in Schwung kommt. Johnson selbst sagte in einem Interview mit der US-Entertainment-Seite "Collider", die erste Version von Episode VIII habe eine Länge von drei Stunden gehabt. In den Kinos ist sie immer noch mit einer satten Länge von 152 Minuten. Die wollen gefüllt werden.

Rey und Luke philosophieren ausführlich über die Balance im Universum, es gibt eine Vielzahl neuer Charaktere, die Zahl der Todesopfer im Film ist hoch und der trockene Humor eines Harrison Ford als Han Solo ist schlecht zu ersetzen. "Das war im Vorfeld für viele die große Sorge: Wie schaffen wir es ohne ihn?", sagt auch Johnson. Er habe gleichwohl "viel Potenzial für Humor gesehen", sagt der Regisseur. Mitunter an falschen Stellen, bemängelt die Kritik.

Carrie Fischers letzter Auftritt

"Für mich ist 'Die letzten Jedi' nicht direkt eine fröhliche Story", sagt der 66-jährige Mark Hamill, der als gealterter, grantelnder Skywalker einen grandiose Rolle hinlegt. Einen besonderen Auftritt hat in jedem Fall Carrie Fisher als Leia Organa - die Schauspielerin starb kurz nach Abschluss der Dreharbeiten. Und ein paar Antworten, einige gelungene Überraschungen und einen schönen Nostalgie-Moment mit einem alten Bekannten gibt es auch.

Branchen-Experten gehen davon aus, dass "Die letzten Jedi" gleich am ersten Wochenende etwa 200 Millionen Dollar einspielen wird. Doch kommerzieller Erfolg und die Erwartungen der treuesten Fans waren gerade bei "Star Wars" schon immer zwei paar Schuhe. "Da ich selbst seit 40 Jahren ein 'Star Wars'-Fan bin, weiß ich genau, wie leidenschaftlich sie sind, und dass jeder in jedem Film bestimmte Dinge liebt und andere hasst", sagt Regisseur Johnson. So werde es vermutlich auch diesmal sein. "Das ist man als 'Star Wars'-Fan nicht anders gewohnt." Für ihn ist Episode VIII einfach ein "Star Wars"-Film. Das stehe schlicht für das überwältigende Bedürfnis, "vom Kinosaal direkt in den eigenen Garten zu laufen", um dort mit den eigenen Spielzeug-Raumschiffen zu spielen.

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