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Neunzehn Stunden Warnstreik - Flugausfälle an mehreren Airports

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Schlechte Nachrichten für Flugreisende: Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihren Warnstreik auf den ganzen Sonntag ausgeweitet. An vielen Flughäfen bleiben Maschinen am Boden.

Ufo-Flugbegleiter protestiert in Düsseldorf.
Ufo-Flugbegleiter protestiert in Düsseldorf.
Quelle: Friso Gentsch/dpa

An mehreren deutschen Flughäfen sind wegen eines Warnstreiks der Kabinengewerkschaft Ufo Flüge ausgefallen. Vielerorts hielten sich die Auswirkungen zunächst noch in Grenzen. Mehrere Sprecher schlossen am Morgen aber nicht aus, dass sich die Situation im Laufe des Tages verschärfen könnte.

Die Gewerkschaft verlängerte den Warnstreik von ursprünglich sechs auf 19 Stunden bis Mitternacht bei Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress. Eine erste deutschlandweite Bilanz stand aus.

Am Flughafen Düsseldorf seien vier Verbindungen der Airline Eurowings gestrichen worden, sagte ein Sprecher am frühen Morgen. "Da wird sicherlich noch einiges dazukommen." Auch am Flughafen Köln-Bonn fielen bereits einige Verbindungen aus, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei aber ruhig, weil sich die Passagiere rechtzeitig informiert hätten. Ähnlich sah es am Morgen in München aus. "Ungefähr zehn Verbindungen sind annulliert", sagte ein Sprecher des Airports am frühen Morgen. Größere Auswirkungen auf den Betrieb habe der Warnstreik bisher nicht. Das könnte sich im Laufe des Tages noch ändern.

Tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und Lufthansa

Auch an Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt/Main sind am Sonntagmorgen Flüge ausgefallen. Lufthansa-Sprecher Jörg Waber sagte, bei der Konzerntochter Lufthansa Cityline seien "vereinzelt Flüge annulliert worden". Genaue Zahlen nannte er nicht. Am Flughafen Berlin Tegel seien 15 geplante Eurowings-Abflüge ausgefallen, sagte eine Sprecherin der Berliner Flughäfen. "Im Moment ist die Hälfte der Abflüge (der Airline) betroffen." Außerdem fielen sieben geplante Ankünfte von Eurowings aus.

Am Hamburger Flughafen waren zunächst laut Flugplan insgesamt zwölf Abflüge und zwölf Ankünfte der Fluggesellschaft Eurowings gestrichen worden, darunter Flüge nach Neapel, Salzburg und Köln/Bonn. In Stuttgart seien sieben Abflüge und sieben Ankünfte der Eurowings gestrichen worden, sagte eine Sprecherin des Flughafens am Sonntagmorgen. Über den Tag hinweg sind in Stuttgart demnach rund 50 Flüge von Eurowings geplant. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden waren laut Webseite eine Ankunft und ein Abflug betroffen.

Lufthansa hatte am Sonntag angekündigt, den Flugverkehr aufrechterhalten zu wollen - allerdings war da nur von 6 Stunden Warnstreik die Rede gewesen. Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Die Ufo-Warnstreiks bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht.

Die Rechte von Fluggästen bei Streiks

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